UN-Gesandter im Niger entführt

Tuareg-Rebellen

UN-Gesandter im Niger entführt

Eine Rebellengruppe des Tuareg-Volkes hat in Niger nach eigenen Angaben den kanadischen UNO-Sondergesandten für das westafrikanische Land entführt. Ihre Kämpfer hätten in der Region Tillabery am Montag vier Personen in ihre Gewalt gebracht, darunter auch den Kanadier Robert Fowler, erklärte die Rebellengruppe FFR auf ihrer Internetseite.

Warnung an alle Diplomaten
Ihr Anführer Rhissa Ag Boula erklärte, die Entführung sei eine Warnung "an alle Diplomaten, die mit dem völkermordenden Regime des (nigrischen Präsidenten) Mamadou Tandja zusammenarbeiten". Fowler sei wohlauf und werde an einen sicheren Ort gebracht. Der Rebellenführer hatte bereits in den 90er Jahren einen Aufstand der Tuareg in Niger befehligt.

Die Angaben der FFR konnte von unabhängiger Seite zunächst nicht bestätigt werden. Die Vereinten Nationen hatte am Montag mitgeteilt, dass das Fahrzeug eines kanadischen Mitarbeiters und seines nigrischen Fahrers verlassen im Südwesten des Landes gefunden worden sei, rund 45 Kilometer von der Hauptstadt Niamey entfernt.

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