USA beleidigen Berlusconi USA beleidigen Berlusconi

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USA beleidigen Berlusconi

Entschuldigung, Silvio Berlusconi. Ganz verlegen hat das Weiße Haus am Dienstag nach einem "unglücklichen Fehler" nach den richtigen Worten gesucht. Dabei ging es um eine Biografie des italienischen Ministerpräsidenten, die ganz tief in dem Hintergrundpaket versteckt war, das die US-Regierung für die begleitenden Journalisten zum Treffen der G-8 in Japan zusammengestellt hatte. In Italien machte es trotzdem Schlagzeilen.

"Umstrittenster Führer der Geschichte"
In der Biografie wird Berlusconi bezeichnet als "umstrittenster Führer in der Geschichte eines Landes, das für Regierungskorruption und Laster bekannt ist". Dabei hatte Berlusconi gerade erst im vergangenen Monat Bush in Rom begrüßt und ihn als "persönlichen Freund von mir und großen Freund Italiens" bezeichnet. Und Bush erwiderte: "Sie haben Recht. Wir sind gute Freunde."

In der Biografie, die aus der Encyclopedia of World Biography stammt, heißt es auch, Berlusconi habe die politische Szene ohne jede Erfahrung betreten und sein "großes Netz aus Medien-Holdings" genutzt, um seinen Wahlkampf zu finanzieren, in dem er versprochen habe "die notorisch gleichgültige Regierung der Korruption" zu beseitigen. Schon bald nach Amtsantritt 1994 sei Berlusconi und seiner Partei Forza Italia aber die gleiche Korruption vorgeworfen worden, die er beseitigen wollte.

Fehler
Das Weiße Haus entschuldigte sich schriftlich. Die in der Biografie geäußerten Ansichten entsprächen nicht denen von Präsident Bush, der amerikanischen Regierung oder des amerikanischen Volkes, erklärte ein Sprecher des Weißen Hauses, Tony Fratto. "Wir entschuldigen uns bei Italien und dem Ministerpräsidenten für diesen unglücklichen Fehler."

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