USA werfen Iran Provokation vor

Militärzwischenfall

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USA werfen Iran Provokation vor

Nach dem Beinahe-Schusswechsel zwischen iranischen Schnellbooten und Schiffen der US-Marine im Persischen Golf hat der amerikanische Präsident George W. Bush Teheran einen "provokativen Akt" vorgeworfen. "Es ist eine gefährliche Situation", erklärte Bush auf einer Pressekonferenz. "Sie hätten das nicht tun sollen, ganz einfach."

Video veröffentlicht
Das Verteidigungsministerium in Washington veröffentlichte ein Video des Zwischenfalls. Darauf ist zu sehen, wie iranische Schnellboote nahe an die US-Kriegsschiffe heranfahren. Eine Stimme droht den US-Soldaten, ihre Schiffe würden explodieren. Ein US-Seemann erklärt über Funk, man befinde sich auf einer Transitpassage und wolle niemanden verletzen. Schließlich warnt der Seemann die Iraner vor "defensiven Maßnahmen", sollten sie nicht abdrehen.

Iran: Video nur Fälschung
Der Iran hat den USA vorgeworfen, einen gefälschten Film über einen Marinezwischenfall im Persischen Golf vorgelegt zu haben. Das Video sei aus anderem Material fabriziert worden, zitierte am Mittwoch der staatliche englischsprachige Fernsehsender Press TV einen Offizier der Revolutionsgarde.

Der Film mit einer Länge von vier Minuten und zwanzig Sekunden wurde am Dienstag vom Pentagon vorgelegt. Er zeigt iranische Schnellboote, die sich US-Kriegsschiffen nähern. Eine Stimme droht den US-Soldaten, ihre Schiffe würden explodieren. US-Präsident George W. Bush sprach daraufhin von einem "provokativen Akt" der iranischen Seite. Das Außenministerium in Teheran sprach von einem Routinezwischenfall. Die iranischen Soldaten hätten sich den US-Schiffen in der Straße von Hormuz genähert, weil sie sie nicht erkannt hätten. Dies komme in der Meeresenge jeden Tag vor, hieß es.

Weißes Haus entrüstet
Das Weiße Haus wies diese Darstellung am Dienstag klar zurück. Es habe sich keinesfalls um einen Routinezwischenfall gehandelt. "Das war kein normales Verhalten. Das war waghalsig", sagte Bushs Sprecherin Dana Perino. Schnellboote der Iranischen Revolutionswächter hätten die drei US-Schiffe am Sonntag in internationalen Gewässern provoziert, eingekreist und per Funk damit gedroht, die Boote in die Luft zu sprengen, wie die US-Streitkräfte am Montag schilderten.

"Das war die bisher schwerwiegendste Provokation dieser Art", hieß es dazu aus dem Pentagon. Es habe nur deshalb keine Verletzten gegeben, weil die iranischen Schiffe noch rechtzeitig abgedreht hätten, bevor die Soldaten das Feuer eröffnet hätten. Die Straße von Hormus verbindet den Persischen Golf mit dem Golf von Oman. Die Verbindung ist weltweit eine der wichtigsten Seestraßen für den Ölexport.

Iran weist Video als Fälschung zurück
Der Iran hat den USA vorgeworfen, einen gefälschten Film über einen Marinezwischenfall im Persischen Golf vorgelegt zu haben. Das Video sei aus anderem Material fabriziert worden, zitierte am Mittwoch der staatliche englischsprachige Fernsehsender Press TV einen Offizier der Revolutionsgarde.

Zwei US-Jetzs abgestürzt
Zwei US-Kampfflugzeuge sind am Montag über dem Persischen Golf abgestürzt. Drei Besatzungsmitglieder konnten sich mit dem Schleudersitz retten und wurden auf offener See von einem Rettungsteam des Flugzeugträgers USS Harry S. Truman unverletzt geborgen, wie die Streitkräfte mitteilten. Die zwei Maschinen vom Typ "F-18 Super Hornet" sollten bei einem Einsatz im Irak Luftunterstützung liefern. Die Unglücksursache war zunächst unklar. Ein Flugzeug war mit einem Piloten, eines mit zweien besetzt.

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