Ukraine: Hilfs-Konvoi blockiert

ORF-Reporter vor Ort

Ukraine: Hilfs-Konvoi blockiert

Die Belagerung der verbliebenen Rebellen-Hochburgen in der Ostukraine gerät zum Nervenkrieg ohne klare Lösung: Zwar nehmen ukrainische Streitkräfte die verbliebenen Separatisten-Hochburgen unter Artilleriebeschuss. Die Zivilbevölkerung leidet und wartet auf Hilfslieferungen aus Ost und West. Doch vertreiben lassen sich die Rebellen bislang nicht. „Der Kampf könnte sich noch lang hinziehen“, meint auch ORF-Reporter Christian Wehrschütz – er war einer der letzten Journalisten im Gebiet. „Wenn es nur noch um diese Städte geht, dann sollte ein Abzug nach Russland verhandelt werden“, sagt er kurz vor seiner neuerlichen Abreise ins Krisengebiet.

Konvoi. Indes schickte Russland bereits seinen Hilfskonvoi (280 Lkws) mit Nahrung und Medikamenten in die Ostukraine. Er wurde an der Grenze aufgehalten, nachdem befürchtet worden war, dass so verdeckt die Separatisten mit Personal und Waffen versorgt werden könnten. Das Rote Kreuz sollte die Lieferung überwachen, wurde aber nicht informiert.

ORF-Journalist Christian Wehrschütz zur Lage in der Ukraine

ÖSTERREICH: Wie lang werden sich die Rebellen noch in der Ostukraine halten können?
Christian Wehrschütz: Das hängt davon ab, wie eingekesselt sie wirklich sind. Wenn die Nahrungslieferungen nicht völlig abgestellt werden, dann könnte sich der Kampf noch lang hinziehen. Damit die Armee die Städte stürmt, müssten die Rebellen schon aus dem letzten Loch pfeifen.

(küe)

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