Wieder kein neuer UNESCO-Chef gewählt

Fünf Kandidaten

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Wieder kein neuer UNESCO-Chef gewählt

Die Wahl des Nachfolgers von UNESCO-Generaldirektor Koichiro Matsuura geht in eine vierte Runde. Der als Favorit geltende ägyptische Kulturminister Faruk Husni (Hosni) bekam nach Angaben aus Diplomatenkreisen auch bei der dritten Abstimmung am Samstagnachmittag nicht die erforderliche absolute Mehrheit der Stimmen.

Elf Stimmen für Ferrero-Waldner
Wie aus diplomatischen Kreisen verlautete, hat die österreichische Kandidatin, Benita Ferrero-Waldner, bei der dritten Abstimmung zur Wahl des Generaldirektors der UN-Organisation für Bildung, Wissenschaft und Kultur (UNESCO) in Paris den dritten Platz erreicht. Während es der Favorit, Ägyptens Kulturminister Farouk Hosni, auf 25 Stimmen brachte (gegen 23 am Vortag), erhielt sie elf Stimmen (gegenüber neun am Vortag). Den zweiten Platz belegte diesmal die bulgarische Kandidatin Irina Bokova mit 13 Stimmen gegenüber acht am Freitag. die Ecuadorianerin Ivonne Baki erhielt neun Stimmen gegenüber acht am Vortag.

Die europäischen Delegationen hatten in den vergangenen Tagen intensiv verhandelt, um sich auf einen gemeinsamen Kandidaten zu einigen. Der ägyptische Favorit ist aufgrund antisemitischer Äußerungen heftig umstritten. Menschenrechtsorganisationen, Intellektuelle und jüdische Religionsvertreter sprachen sich gegen die Wahl Hosnis aus.

Gewählt wird der UNESCO-Generaldirektor vom Exekutivrat der internationalen Organisation, der 58 Mitglieder zählt. Um den Sieg davonzutragen, sind 30 Stimmen notwendig. Der nächste Wahldurchgang findet nun am Montag statt. Wenn da auch keine Mehrheit zustande kommt, wird am Dienstag ein letztes Mal abgestimmt. Um eine Entscheidung zu erzwingen, werden sich da allerdings nur noch die zwei führenden Kandidaten beteiligen.

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