Clinton, McCain und Romney siegen

US-Vorwahlen

© REUTERS/Mike Stone, EPA/MICHAL CZERWONKA

Clinton, McCain und Romney siegen

Das Rennen um die US-Präsidentschaftskandidatur von Republikanern und Demokraten bleibt weiter spannend. Während John McCain, Senator aus Arizona, am Samstag (Ortszeit) im US-Staat South Carolina die Vorwahl der Republikaner für sich entscheiden konnte, gewann am selben Tag der Ex-Gouverneur von Massachusetts, Mitt Romney, die Kandidatenkür der Partei in Nevada. In dem Glücksspieler-Staat setzte sich bei den Demokraten abermals die frühere First Lady der USA, Hillary Clinton, gegen ihren schärfsten Rivalen, den schwarzen Senator Barack Obama, durch. Beide trennten allerdings nur wenige Prozentpunkte.

Siegesrede von Hillary Clinton in Nevada:

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Triumph für McCain in South Carolina
McCain ließ in South Carolina, der ersten Vorwahl in einem Südstaat, den früheren Gouverneur von Arkansas und Baptistenprediger, Mike Huckabee, knapp hinter sich. Huckabee zeigte sich aber weiterhin optimistisch. Das Rennen um die Präsidentschaftskandidatur sei "bei weitem noch nicht vorbei", rief er seinen jubelnden Anhängern zu. In seiner Siegesrede wies McCain darauf hin, dass in den vergangenen 28 Jahren der Gewinner der republikanischen Vorwahl in South Carolina stets auch der Präsidentschaftskandidat der Partei wurde. "Ich fühle mich gut angesichts der Aufgaben, die vor uns liegen", sagte er. Die Vorwahl der Demokraten in dem Staat findet erst am 26. Jänner statt.

Die Siegesrede von John McCain in South Carolina:

Giuliani kam auf nur 2 Prozent der Stimmen
Nach Auszählung fast aller Wahlbezirke kam McCain in South Carolina auf 33 Prozent der Stimmen, Huckabee auf 30. Auf dem dritten Platz landete deutlich dahinter mit 16 Prozent der Schauspieler und frühere Senator aus Tennessee, Fred Thompson, dessen Wahlkampf bisher eher erfolglos war. Vierter wurde Mitt Romney mit 15 Prozent vor Ron Paul (vier Prozent) und dem abgeschlagenen Exbürgermeister von New York, Rudolph Giuliani (zwei Prozent).

Republikaner-Sieg in Nevada gehört Romney
Bei Wählerversammlungen in Nevada hatte Romney zuvor mit 54 Prozent einen klaren Sieg erzielt. Dort kam McCain zusammen mit Paul mit jeweils 12 Prozent auf den zweiten Platz. Danach folgten Huckabee und Thompson mit jeweils 6 Prozent.

Der Sieg bei der ersten Abstimmung in den Südstaaten, der traditionellen Hochburg seiner Partei, dürfte McCain erheblichen Rückenwind für den "Super Tuesday" am 5. Februar geben, wenn bei den Vorwahlen in 24 Bundesstaaten eine Vorentscheidung erwartet wird. Die Abstimmung hat für die Republikaner aber auch große psychologische Bedeutung: Seit 1980 hat sich jeder Gewinner der dortigen Vorwahl als Präsidentschaftskandidat der Partei durchgesetzt.

Mitt Romneys Siegesrede:

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Clinton erlangte "Absolute" bei den Demokraten in Nevada
In Nevada kam Hillary Clinton nach Auszählung auf 51 Prozent der Stimmen, Obama erzielte 45 Prozent. Clinton gewann damit zwar mehr Stimmen als ihr Rivale, erhielt aber wegen der proportionalen Verteilung in den Stimmbezirken eine Delegiertenstimme weniger als dieser. Die Senatorin aus New York hatte zuvor in New Hampshire und Michigan gewonnen. Der Sieg in Michigan ist aber praktisch bedeutungslos, weil der Staat wegen eines parteiinternen Streits bei der abschließenden Kandidatenkür der Demokraten im Sommer mit keinen Delegierten vertreten sein wird.

Im Vorwahlkampf in beiden Bundesstaaten war in den vergangenen Tagen zunehmend die angeschlagene Wirtschaft der USA in den Vordergrund gerückt. Die Bewerber beider Parteien legten Ideen vor, wie sie die Konjunktur wieder in Schwung bringen wollten.

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