Hillary Clinton gewinnt Vorwahlen in Nevada

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© EPA/STEFAN ZAKLIN

Hillary Clinton gewinnt Vorwahlen in Nevada

Nach South Carolina ist auch im US-Bundesstaat Nevada die Kandidatenkür der Republikaner für die Präsidentschaftwahl in eine neue Runde gegangen. Die Abstimmungen stehen im Zeichen der Suche beider Parteien nach einem klaren Favoriten.

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Hillary als Siegerin bei Demokraten
Aus der parteiinternen Vorwahl bei den Demokraten im US-Bundesstaat Nevada ist am Samstag Senatorin Hillary Clinton Medienberichten zufolge als Siegerin hervorgangen. Die frühere First Lady verwies ihren Konkurrenten, Senator Barack Obama, auf den zweiten Platz. Damit gewann Clinton im Rennen um die Nominierung als Kandidat der Demokratischen Partei in zwei Bundesstaaten, Obama bisher in einem.

50 Prozent für Clinton
Von den Anhängern der Demokratischen Partei stimmten nach Auszählung von 70 Prozent der Wahlversammlungen von Parteianhängern, 50 Prozent für Clinton und 45 Prozent für den Senator aus Illinois, Obama. John Edwards folgte mit 4,4 Prozent weit abgeschlagen auf den dritten Platz.

Zweiter Vorwahl-Sieg für Romney
Der frühere Gouverneur Mitt Romney hat am Samstag im Rennen um die Präsidentschaftskandidatur bei den US-Republikanern die Wählerversammlungen seiner Partei im Bundesstaat Nevada gewonnen. Er sicherte sich damit nach Michigan am vergangenen Dienstag seinen zweiten Sieg bei den parteiinternen Vorwahlen.

Romney war der einzige republikanische Präsidentschaftsanwärter, der in Nevada Wahlkampf machte. Seine parteiinternen Konkurrenten konzentrierten sich auf den Bundesstaat South Carolina, wo im Lager der Republikaner am Samstag ebenfalls Vorwahlen stattfanden.

Mit dem zweiten Sieg im Nominierungsverfahren eines Präsidentschaftskandidaten nach seinem Erfolg in Michigan hat Romney Boden gutgemacht. Sowohl der Ex-Gouverneur als auch McCain als auch Huckabee hatten zuvor jeweils eine der drei vorausgegangenen Abstimmungen gewonnen.

Wahlen auch in South Carolina
Zugleich wurde am Samstag in South Carolina als erstem Südstaat die Kandidatenkür fortgesetzt - allerdings nur bei den Republikanern. Dort wurden erste Ergebnisse allerdings erst am frühen Sonntagmorgen (MEZ) erwartet. Eine CNN-Umfrage sah dort John McCain mit 33 Prozent in Führung, gefolgt von dem religiös-konservativen Ex-Gouverneur von Arkansas, Mike Huckabee. Romney, lag der Erhebung zufolge in South Carolina auf dem dritten Platz.

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Einwanderer aus Lateinamerika
Obama und Clinton warben in den vergangenen Tagen in Nevada intensiv um die Stimmen der Wählerschaft, die hier durch starke gewerkschaftliche Bindungen und durch einen hohen Anteil von Einwanderern aus Lateinamerika geprägt ist. Beide Kandidaten betrieben spanischsprachige Fernsehwerbung und konzentrierten ihren Wahlkampf auf Arbeitnehmerthemen wie Steuererleichterungen, Krankenversicherung und Bildung. Clinton lag in Umfragen lange Zeit in Führung, zuletzt konnte Obama aber gleichziehen. Er wird von der einflussreichen Gastronomiegewerkschaft des Glücksspielstaats unterstützt.

Mit den Wahlversammlungen in Nevada betreten die Parteien Neuland. Bisher hatte der Staat in der Kandidatenauslese für die US-Präsidentschaft keine Rolle gespielt. Die Parteiführung zog den Wahltermin eigens vor, um den politischen Einfluss des Staates zu stärken und den Stimmen der Latinos mehr Gewicht zu geben. Im letzten Wahljahr 2004 hatten landesweit nur 9.000 Menschen an den Wahlversammlungen der Demokraten teilgenommen. Diesmal werden bis zu 100.000 Menschen erwartet.

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