McCain-Anhänger zunehmend frustriert

Obama führt

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McCain-Anhänger zunehmend frustriert

Je näher die Präsidentenwahl in den USA rückt, umso besser ist die Stimmung der Anhänger von Barack Obama. Dagegen zeigen sich die Unterstützer von John McCain zunehmend frustriert. Das ist das Ergebnis einer Umfrage der Nachrichtenagentur AP mit Yahoo News, die am Samstag veröffentlicht wurde. Diese gegensätzlichen Gefühle dürften sich am Wahltag positiv für den Demokraten Obama auswirken, der in der Wählergunst mit 51 Prozent in Führung liegt. Für den Republikaner McCain wollen am Dienstag 43 Prozent der Befragten stimmen.

Experten erwarten, dass sich die Stimmungslage in der Wahlbeteiligung niederschlägt: Wer sich auf der Verliererseite wähne, verzichte eher auf die Stimmabgabe, sagt der Politikwissenschaftler George E. Marcus vom Williams College in Massachusetts: "Warum sollte ich etwas tun, das zum Scheitern verurteilt ist?"

Umgekehrt bestehe für das Obama-Lager aber auch die Gefahr, dass übermäßige Siegesgewissheit potenzielle Wähler vom Gang an die Urne abhalten könne. Die Wahlkampfteams beider Parteien sind sich dessen bewusst - nicht umsonst haben sie hunderte Millionen Dollar für die Mobilisierung der Wähler ausgegeben.

Wie aus der jüngsten Umfrage hervorgeht, hat sich unter den McCain-Anhängern in den vergangenen Wochen vermehrt Enttäuschung breit gemacht. Während 43 Prozent der Obama-Anhänger sich selbst als aufgeregt bezeichnen, tun dies im McCain-Lager nur 13 Prozent. Rund 60 Prozent der Obama-Anhänger sagen, der Wahlkampf-Endspurt interessiere sie, bei den potenziellen McCain-Wählern sind es nur 40 Prozent. 52 Prozent von ihnen sind nach eigenem Bekunden frustriert, im demokratischen Lager sind es nur 30 Prozent.

Auffällig ist, wie sich dieser Trend in den vergangenen Wochen verfestigt hat - parallel zu den steigenden Umfragewerten für Obama. Drei von zehn McCain-Anhängern, die sich jetzt als frustriert bezeichnen, haben dies im September noch nicht getan. Und ein Fünftel derer, die mittlerweile das Interesse am Wahlkampf verloren haben, zeigten sich im September noch interessiert. Der Enthusiasmus der Obama-Wähler ist dagegen in diesem Zeitraum praktisch konstant geblieben.

An der Umfrage, die vom 17. bis 27. Oktober durchgeführt wurde, nahmen 1.753 erwachsene Amerikaner teil. Die Fehlerquote wurde mit 2,3 Prozentpunkten angegeben.

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