McCain vergleicht Obama mit Hilton und Spears

Fernsehspot

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McCain vergleicht Obama mit Hilton und Spears

John McCain packt im US-Wahlkampf die harten Bandagen aus: In seinem neuesten Fernsehspot vergleicht er seinen Kontrahenten Barack Obama mit den beiden Skandal-Promis Paris Hilton und Britney Spears. "Er ist der berühmteste Prominente der Welt, aber kann er auch ein Land führen"? fragte eine Stimme. Zu sehen sind in dem seit Mittwoch laufenden Spot Bilder von Obamas umjubelten Auftritt vor 200.000 Menschen in Berlin, dazwischen tauchen immer wieder Aufnahmen von Spears und Hilton auf.

Obama kontert
Dies sei nur neueste Beweis für McCains negative Kampagne, konterte Obama den Angriff. Sein Wahlkampfteam holt zum Gegenschlag aus: In neuen Spots wird McCain mit seinem republikanischen Parteifreund, dem scheidenden und zunehmend unpopulären Präsidenten George W. Bush, gezeigt. Der Vorwurf an McCain: Er stehe "für die Politik der Vergangenheit".

Der 71 Jahre alte McCain kann es in Sachen Popularität beileibe nicht mit seinem 46-jährigen Widersacher aufnehmen. Deshalb konzentriert sich seine Wahlkampfführung darauf, Zweifel an der Eignung des bundespolitisch relativ unerfahrenen Demokraten zu säen: dass Obama sich nie bewährt habe, dass er keine Führungsqualität besitze und keinen Bezug zur Mehrheit der Amerikaner habe.

Nicht witzig
Obama hat keine Probleme, Wahlkampfspenden einzusammeln und im In-und Ausland Zuhörermassen in seinen Bann zu ziehen. Der auf der Bühne in Washington noch immer als Neuling geltende Senator aus Illinois räumt aber selbst ein, dass die größte Herausforderung für ihn darin besteht, das Wahlvolk dazu zu bringen, in ihm auch einen Präsidenten zu sehen. "Es ist ein großer Schritt, einen 46 Jahren schwarzen Kerl namens Barack Obama zu wählen", sagte er am Mittwoch bei einem Wahlkampfauftritt in Missouri.

Paris Hilton reagierte verschnupft auf die Verwendung ihres Bildes im Wahlkampfspot gegen Obama. "Miss Hilton wurde weder gefragt, noch gab sie ihre Erlaubnis dazu, dass ihr Bild in der Anzeige verwendet wird. Darüber hinaus gibt es keinen Kommentar", erklärte ihr Sprecher.

Obama findet es offenkundig nicht witzig, mit der Hotelerbin in einen Topf geworfen zu werden. "Ich habe diese Frau niemals getroffen", betont er.

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