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Obama stempelt McCain als Öl-Lobbyisten ab

Nach harten Angriffen der Republikaner in der vergangenen Woche zahlt das Wahlkampfteam des demokratischen Präsidentschaftskandidaten Barack Obama mit gleicher Münze zurück: In einem am Montag vorgestellten Fernseh-Werbespot wird der republikanische Kandidat John McCain als Handlanger der Ölindustrie porträtiert. Die USA könnten sich nicht schon wieder einen von den Ölkonzernen dominierten Präsidenten leisten. Darüber hinaus wirbt Obama in dem Spot für eine höhere Besteuerung der Ölkonzerne.

Umstrittener Werbesport
Zu Beginn ist in dem Werbespot ein Mann zu sehen, der sein Auto volltankt. "Jedes Mal, wenn Sie Ihren Tank füllen, füllen sich die Kassen der Ölkonzerne", sagt ein Sprecher. Während McCain die Steuern für diese Firmen senken wolle, werde Obama sie erhöhen, heißt es weiter. Obama schlägt eine Steuer auf die Gewinne der Ölkonzerne vor und will damit wegen des stark gestiegenen Benzinpreises eine Nothilfe von 1.000 Dollar (642 Euro) pro US-Familie finanzieren.

Die strauchelnde US-Konjunktur und die gestiegenen Benzin- und Energiepreise sind inzwischen die dominanten Themen des Wahlkampfs. Obama wirft McCain vor, lediglich die Wirtschaftspolitik von US-Präsident George W. Bush fortführen zu wollen. Der aus Texas stammende Bush arbeitete früher in der US-Ölindustrie. Die Republikaner wiesen die Anschuldigungen von Obamas neuem Spot zurück und bezeichneten ihn als heuchlerisch. McCain stehe für den Ausbau der Förderung der heimischen Ölindustrie, während Obama sich dem widersetze, obwohl es die Preise nach unten bringen könnte.

US-Ölreserven
Obama wollte sich bei einem Wahlkampfauftritt in Lansing im US-Staat Michigan dafür aussprechen, auch die strategischen US-Ölreserven einzusetzen, um eine Senkung des Ölpreises zu erreichen. Weiters solle einfacher zu Benzin zu verarbeitendes Leichtöl auf den Markt gebracht und durch Schweröl ersetzt werden, das sich besser als strategische Reserve eigne. Obama wollte in dieser Woche für seinen auf zehn Jahre angelegten und 150 Milliarden Dollar schweren Energieplan zur Förderung neuer Techniken und alternativer Energie- und Mobilitätsformen werben.

Fotos: (c) Reuters, AP

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