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Obamas Kampfansage an Bush und McCain Obamas Kampfansage an Bush und McCain

Parteitag

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Obamas Kampfansage an Bush und McCain

Mit einer Kampfansage an die Partei von George W. Bush hat Barack Obama den Wahlparteitag der Demokraten abgeschlossen und das Mandat seiner Partei zur Präsidentschaftskandidatur angenommen. Mit Blick auf die achtjährige Regierungszeit Bushs rief der Senator aus: "Am 4. November müssen wir aufstehen und sagen: Acht sind genug." Mehr als 84.000 Menschen im Footballstadion von Denver jubelten ihrem Hoffnungsträger zu und wiederholte in Sprechchören: "Eight is enough". Pech hatte Ex-Präsident Bill Clinton am Rande des Parteitags. Er blieb auf dem Weg in seine Suite im Hotel-Lift stecken (mehr dazu hier ).

Alles zur US-Wahl

Erster schwarzer Kandidat einer Großpartei
Obama ist der erste Schwarze in der Geschichte der USA, der von einer großen Partei in das Rennen um das Weiße Haus geschickt wird. Der Parteitag der Republikaner beginnt am Montag. Der 47-jährige Obama und McCain, der am heutigen Freitag 72 Jahre wird, lagen in jüngsten Umfragen faktisch gleichauf.

Vorwürfe an Bush
In seiner 44 Minuten langen Rede warf Obama dem amtierenden Präsidenten vor, seine Politik sei gescheitert. Der republikanische Kandidat John McCain aber biete keine Gewähr für einen grundlegenden Politikwechsel, da er Bush die meiste Zeit unterstützt habe.

Grundlegender Wechsel
Obama versprach einen umfassenden Wechsel in der Wirtschafts- und Sozialpolitik zugunsten von Arbeiterfamilien und der Mittelschicht. Zur Energie- und Klimapolitik versprach Obama, die Abhängigkeit vom Öl aus dem arabischen Raum in den nächsten zehn Jahren zu beenden, auch im Interesse der Zukunft des Planeten. Als Alternativen nannte er Erdgas, eine "saubere Kohlentechnik" und "Wege, um die Atomkraft sicher zu nutzen". Außerdem sollten innerhalb von zehn Jahren 150 Milliarden Dollar in erneuerbare Energiequellen investiert werden.

In der Außenpolitik stellte Obama einen Abzug der US-Truppen aus dem Irak in Aussicht. Er werde aber als Oberbefehlshaber auch "nie zögern, diese Nation zu verteidigen".

Jahrestag von Martin Luther King-Rede
Obama wurde am Mittwoch offiziell zum Präsidentschaftskandidaten der Demokraten ernannt. Seine Rede zum Abschluss der viertägigen Versammlung in Denver fiel auf den 45. Jahrestag der programmatischen Rede des Bürgerrechtlers Martin Luther King mit den Worten "I Have a Dream".

Obama konnte Vorsprung ausbauen
Nach einer neuen Umfrage des Instituts Gallup ist es Obama während des Parteitags gelungen, seinen Vorsprung vor dem Republikaner McCain zurückzuerlangen. Demnach führte er in der Wählergunst mit 48 zu 42 Prozent. Es ist allerdings üblich, dass die Kandidaten gestärkt aus ihrem Wahlparteitag hervorgehen, und die Versammlung der Republikaner steht erst in der nächsten Woche an.

McCain gibt Stellvertreter bekannt
McCain hat sich nach Angaben aus seiner Umgebung inzwischen entschieden, mit welchem Stellvertreter er in den Wahlkampf ziehen will. Dabei verstärkten sich die Erwartungen, dass der Gouverneur von Minnesota, Tim Pawlenty, der Vizepräsidentschaftskandidat der Republikaner werden könnte. Der Gouverneur wird dem rechten Flügel der Republikaner zugerechnet, während McCain als vergleichsweise liberal gilt.

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