Spendenrekorde beflügeln Demokraten bei US-Vorwahl

Obama vs. Clinton

© REUTERS, EPA

Spendenrekorde beflügeln Demokraten bei US-Vorwahl

Der Kampf der US-Demokraten Barack Obama und Hillary Clinton bricht immer neue Finanzrekorde. Die Ex-First-Lady sammelte nach Angaben ihres Büros vom Donnerstag (Ortszeit) im Februar 35 Millionen Dollar (rund 23 Mio. Euro) an Spendengeldern für ihren Wahlkampf und stellte damit einen neuen Monatsrekord auf. Nach Informationen von US-Medien dürfte sie allerdings von ihrem Konkurrenten überrundet worden sein: Nach Informationen der "New York Times" kam Obama im Februar auf etwa 50 Millionen Dollar (33 Mio. Euro).

Clinton: "Stehen vor Aufschwung!"
Clintons Wahlkampfteam wertete das gesteigerte Spendeneinkommen als Zeichen des Auftriebs für die Kandidatin vor den bevorstehenden Vorwahlen. "Wir stehen am Beginn eines Aufschwungs", sagte Clintons Wahlkampfberater Harold Ickes. Die Serie von elf Vorwahl-Niederlagen in Folge gegen Obama bezeichnete er als "Durststrecke", die sich nun dem Ende zuneige.

Hillary verpulverte private 5. Mio. Dollar für Wahlkampf
Anfang Februar hatte Clinton fünf Millionen Dollar aus ihrem Privatvermögen zugeschossen, um ihren Wahlkampf trotz Finanzmangels am Laufen zu halten. Der Schritt der Senatorin setzte nach Angaben ihres Teams eine Welle von Kleinspenden in Gang: Sie gewann mehr als 200.000 neue Spender, deren Gesamtzahl stieg damit auf 300.000. Im Jänner hatte Clinton nur 13 Millionen Dollar eingenommen, Obama aber hatte mit 32 Millionen Dollar einen neuen Rekord aufgestellt. Die Zahl der Spender liegt nach Angaben seines Büros bei über einer Million.

Texas-Umfrage: Obama deutlich vor Clinton
Einer neuen Umfrage zufolge liegt Obama inzwischen in Texas deutlich vor Clinton, in Ohio liegen beide Kopf an Kopf. Einer am Freitag veröffentlichten Umfrage des Instituts Zogby zufolge kann Obama in Texas mit 48 Prozent der Stimmen rechnen, Clinton mit 42 Prozent. In Ohio kam Obama mit 42 Prozent nahe an Clinton heran, für die 44 Prozent verzeichnet wurden. In beiden Staaten hatte die Senatorin noch Anfang Februar mit zweistelligem Abstand geführt. Sie muss nach Einschätzung ihres Teams beide Staaten gewinnen, um ihre Kandidatur aufrechterhalten zu können.

Klarer sah die Lage auf Seite der Republikaner aus, die am Dienstag ebenfalls Vorwahlen abhalten. Senator John McCain führte in beiden Staaten mit deutlichem Abstand vor Ex-Gouverneur Mike Huckabee. Sollte McCain bei den Abstimmungen siegen, hätte er eine Mehrheit der Delegierten für den Nominierungsparteitag im Sommer sicher. Neben Texas und Ohio finden am 4. März auch in den beiden kleineren Neuenglandstaaten Rhode Island und Vermont Vorwahlen statt.

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