13. September 2009 21:28

Entspannung 

30.000 Jobs sind frei

238.000 Österreicher waren im August arbeitslos, aber: Experten erkennen eine erste Entspannung. Derzeit sind fast 30.000 Stellen frei.

30.000 Jobs sind frei
© dpa/dpaweb/dpa/A3250 Oliver Berg

Seit Monaten erreicht die Arbeitslosigkeit in Österreich immer neue Rekordhöhen, zittern Tausende um ihren Job. Der große ÖSTERREICH-Job-Atlas zeigt jetzt: Es gibt nicht nur Negativ-Meldungen vom Arbeitsmarkt. Ganz im Gegenteil: Derzeit sind beim Arbeitsmarktservice sogar 29.956 offene Stellen gemeldet – und das mitten in der Wirtschaftskrise.

Derzeit mehr als 7.000 offene Stellen in Wien
Aber: Wie viele offene Stellen es in den 89 Arbeitsmarktbezirken in Österreich tatsächlich gibt, könnte unterschiedlicher kaum sein. In Wien sind derzeit 7.106 offene Stellen gemeldet, in Linz 1.371, in Graz 1.226. Ganz anders die Situation im niederösterreichischen Waidhofen an der Thaya: Hier gibt es nur 12 offene Stellen, in Gmünd und Waidhofen an der Ybbs jeweils nur 30 freie Arbeitsplätze.

„Wie viele offene Stellen es pro Arbeitsmarktbezirk tatsächlich gibt, hängt besonders von deren Branchenstruktur ab. Gebiete mit einem stärker produzierenden Gewerbe haben es da derzeit schwerer“, erklärt Arbeitsmarktexperte Ulrich Schuh vom IHS.

Jubeln kann so derzeit das oberösterreichische Traun: Hier gibt es auf 1.000 Beschäftigte so viele offene Stellen wie sonst nirgends in Österreich. „Wir haben eine gute Gewerbemischung, sind nicht von einem Großbetrieb abhängig. Das fängt bei uns sehr viel wieder auf“, so Vizebürgermeisterin Renate Prammer.

Aufschwung bringt weitere Arbeitsplätze in Österreich
Klar ist: Auch wenn es im Vergleich zum Vorjahr im August österreichweit 9.575 weniger offene Stellen gibt, werden derzeit im Burgenland 14,6 Prozent mehr Arbeitsplätze als im Vorjahr, in Salzburg immerhin 1,2 Prozent mehr angeboten. „Die Zahlen zeigen, dass wir zwar derzeit eine hohe Arbeitslosigkeit haben, Arbeitssuchende aber trotz Krise die Chance auf einen neuen Job haben“, erklärt Schuh. Experten sind überzeugt: Bereits im kommenden Jahr wird sich die Lage auf dem Arbeitsmarkt weiter entspannen, und: Die Zahl der offenen Stellen dürfte sich dann sogar verdoppeln.




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