21. April 2009 11:14

Krise schlägt ein 

30 Prozent weniger für Bene & Co.

Der Konjunktureinbruch setzt den österreichischen Büromöbelherstellern stark zu. Da weniger Büros eingerichtet werden, gingen die Umsätze von Bene, Hali und Co bis zu 30 Prozent zurück.

30 Prozent weniger für Bene & Co.
© APA/ROLAND SCHLAGER

Die Ausnahme stellt der burgenländische Produzent Neudörfler dar, der bisher "erstaunlicher Weise nichts gemerkt" hat. Verträge mit Großkunden haben das Geschäft nicht einbrechen lassen, sagte Geschäftsführer Günther Marchtrenker.

Abschwung im Sommer
Trotz dieser Entwicklung hat Neudörfler ein "wachsames Auge" auf den Markt. Ab Sommer werde es zu einem Abschwung kommen, prognostizierte Marchtrenker. Er rechnet, dass es zu Auftragsrückgängen von bis zu 30 Prozent kommen kann.

30% Minus
Von der Krise bereits erwischt wurde der oberösterreichische Produzent Hali. Zu Jahresbeginn wurde darum ein Gehaltskürzungsprogramm gestartet. Die Kürzung mache zwischen zehn und 15 Prozent aus, aber betroffen sei nur der Teil, der "deutlich über dem Kollektivvertrag liegt", sagte Marketingleiter Andreas Platzer. Im Moment liegt das Unternehmen "25 bis 30 Prozent hinter dem Plan".

Projekte heiß umkämpft
Die Projekte, die momentan anfallen, seien "heiß umkämpft", sagte Platzer. Vor allem bei größeren Ausschreibungen sei dies zu bemerken, da ausländische Bieter mitmischen. Trotz der Flaute seien Kündigungen und Kurzarbeit "derzeit kein Thema", ausschließen kann sie Platzer aber nicht.

Kündigungen bei Svoboda
Während Hali versucht, den Mitarbeiterstand zu halten, kam es beim niederösterreichischen Büromöbelhersteller Svoboda schon zu Kündigungen. 13 der rund 240 Mitarbeiter mussten die Firma verlassen, hieß es aus dem Unternehmen. Seit Jahresbeginn sei der Umsatz um 20 Prozent zurückgegangen. In den Auslandsmärkten sei die Flaute vor allem in Deutschland zu bemerken gewesen, während es in den Niederlanden "nicht so schlimm" sei.

Branchen-Primus Bene spürt die Krise ebenfalls. Das Unternehmen verzeichnet "leichte Rückgänge", sagte Unternehmenssprecherin Ursula Grabher. Da der niederösterreichische Möbelhersteller börsenotiert ist und die Bilanzpräsentation bevorsteht, wurden keine konkreten Zahlen genannt.




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