31. August 2009 15:18
Die schrittweise Abschaffung herkömmlicher Glühbirnen könnte nach
Einschätzung der EU-Kommission bis zu 3.000 Arbeitsplätze in Europa
vernichten. Eine solche Entwicklung sei aber nur in dem "unwahrscheinlichen
Fall" zu befürchten, dass die Hersteller nicht auf die Produktion
energiesparender Lampen umstellten, erklärten Kommissionsexperten. Die
Herstellung von Glühbirnen mit einem Stromverbrauch von 100 Watt und mehr
ist in der EU ab Dienstag verboten.
Produktion in anderen EU-Ländern?
Es sei nicht
auszuschließen, dass die Einführung schärferer Energieverbrauchsstandards
für Lampen die Produktionsverlagerung in Länder außerhalb der EU
beschleunige, räumte die EU-Kommission ein. Grundsätzlich bestehe für
europäische Hersteller aber die Möglichkeit, auf die Produktion von
sparsameren Halogen- oder Energiesparlampen umzustellen.
Der deutsche Glühbirnen-Hersteller Osram ist nach Angaben eines Sprechers
auf die Umstellung vorbereitet. Von den insgesamt 12.000 Osram-Mitarbeitern
in Europa seien nur noch sieben Prozent mit der Herstellung traditioneller
Glühbirnen beschäftigt, sagte Sprecher Till Moor der Nachrichtenagentur AP.
In den betroffenen Standorten sollten künftig Halogenlampen hergestellt
werden.
Verbot greift ab dem 1. September
Glühbirnen mit einem
Stromverbrauch von 100 Watt und mehr dürfen ab dem Dienstag, 01. Septmeber
2009 in der EU weder hergestellt noch in die Gemeinschaft importiert werden.
Im Einzelhandel noch vorhandene Vorräte dürfen aber verkauft werden, bis sie
erschöpft sind.
In einem Jahr, zum 1. September 2010, werden dann auch Glühbirnen mit einem
Stromverbrauch zwischen 75 und 100 Watt vom Markt genommen. Am 1. September
2011 folgen 60-Watt-Birnen, ab September 2012 schließlich werden auch die
letzten Glühlampen aus dem Handel verschwinden. Die Verbraucher müssen dann
auf Energiespar-, Halogenlampen oder Leuchtdioden (LED) zurückgreifen.