31. August 2007 19:41

ÖSTERREICH-Umfrage 

77% finden Lebensmittel bereits zu teuer

Österreicher ärgern sich über Preisexplosion: 77% finden laut einer ÖSTERREICH-Umfrage, dass Lebensmittel bereits zu teuer sind.

77% finden Lebensmittel bereits zu teuer
© Kernmayer

Die österreichischen Konsumenten sind über die neuerliche Preiserhöhung bei Lebensmitteln verstimmt. Das zeigt eine exklusive ÖSTERREICH-Umfrage des Meinungsforschungsinstituts Karmasin.

77 Prozent der Befragten finden, dass Lebensmittel bereits zu teuer sind. Immerhin 40 Prozent wollen sich künftig beim Einkaufen einschränken. Nur mehr 58 Prozent wollen ihr Kaufverhalten nicht ändern.

Beim Einkauf zurückhalten
Je älter die Konsumenten sind, desto größer ist der Ärger über die Lebensmittelpreise. 45 Prozent der über 50-Jährigen werden sich künftig beim Einkaufen mehr zurückhalten.

"Scharzer September"
Der 1. September ist der Tag, an dem vieles teurer wird. Im Lebensmittelbereich muss man im Schnitt im Herbst um zehn Prozent mehr bezahlen als zuvor. > So teuer wird das Leben ab September

Teurere Milchprodukte
So bringt der "Schwarze September" erneut eine Preiserhöhung bei Milchprodukten - nachdem erst im Juli der Milchpreis um zehn Prozent erhöht wurde. Alfred Berger, Chef der NÖM: "Wir sprechen hier von allen Milchprodukten, auch Butter und Joghurt. Preiserhöhungen von bis zu zehn Prozent werden sich nicht vermeiden lassen.“ Mitschuld ist die große globale Nachfrage nach Milchpulver - vor allem in China. Skurriler Hintergrund: Die chinesische Regierung will mit einem staatlich verordneten Gesundheitsprogramm ein Volk von Milch-Verweigerern "umerziehen".

Brot und Gebäck
Auch die Preise für Brot und Gebäck ziehen an. Vor allem Weizen wird zum globalen Spekulationsobjekt. Die Folge sind Rohstoffpreise, die in den Himmel schießen. Einen Aufschlag von fünf Prozent für Semmeln und Gebäck müssen die Konsumenten künftig einkalkulieren.

Fleisch und Obst
Auch bei Fleisch (plus neun Prozent) und Obst (plus fünf Prozent) werden die Österreicher stärker zur Kasse gebeten. Selbst das Frühstücksei wird langsam zum teuren Vergnügen. Der Verkaufspreis für Eier wird nämlich um rund neun Prozent angehoben.

Schokolade
Der explodierende Kakao­Preis am Weltmarkt lässt auch die Preise für Süßigkeiten anziehen. "Mit den massiv gestiegenen Rohstoffpreisen von bis zu 100 Prozent ist eine Preiserhöhung im zweiten Halbjahr unumgänglich", so ein Sprecher des Schnitten-Produzenten Manner gestern.

Parkgebühren steigen
Auch die Autofahrer werden ab heute noch stärker zur Kasse gebeten. Die Stadt Wien erhöht die Parkgebühren von 80 Cent auf 1,20 Euro pro Stunde. Zudem wird die Parkscheinpflicht in der Bundeshauptstadt auf 22 Uhr ausgedehnt.

Mieten werden anziehen
Wer jetzt denkt, dass zumindest das Wohnen nicht teurer wird, der irrt gewaltig. Viele Mietverträge sind nämlich bereits an den Verbraucherpreisindex gekoppelt. Das bedeutet: Wenn die Preise steigen, ziehen zeitverzögert auch die Mieten automatisch an.




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