05. Oktober 2007 18:47

Wettbewerbsbehörde 

88 Mio. Euro Buße für Aufzugkartell gefordert

Die Wettbewerbsbehörde beschuldigt Kone, Otis, Schindler, Haushahn und Doppelmayr, geheime Absprachen getätigt zu haben.

88 Mio. Euro Buße für Aufzugkartell gefordert

Die Bundeswettbewerbsbehörde hat gegen fünf Unternehmen in der Aufzugs- und Fahrtreppenindustrie die Verhängung von insgesamt 88 Mio. Euro Geldbußen beantragt. Das wäre die bisher höchste Geldstrafen-Entscheidung in Österreich. Es trifft die Firmen Kone, Otis, Schindler, Haushahn und Doppelmayr. Für alle Unternehmen gilt die Unschuldsvermutung.

Geheime Absprachen
Laut Wettbewerbsbehörde besteht der begründete Verdacht, dass seit den 80er Jahren bis zumindest 2004 geheime Absprachen über die Zuteilung von Projekten, über Preise sowie über sonstige vertrauliche Marktinformationen getroffen wurden. Diese Art von Wettbewerbsbeschränkungen zählt zu den schwersten Kartellverstößen, so die Behörde.

Kronzeugen packen aus
Das Verfahren, das von der Wettbewerbsbehörde nach mehrmonatigen Ermittlungen im Jänner 2007 beim Kartellgericht anhängig gemacht worden war, ist der erste österreichische Kronzeugenfall. Gegen den (ersten) Kronzeugen wurde - entsprechend der gesetzlichen Regelung - kein Antrag auf Verhängung einer Geldbuße gestellt. Gegen den zweiten Kronzeugen wurde die halbe Strafe beantragt.




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