29. März 2008 13:41

Neue Strecken 

AUA setzt auf den Osten

Die AUA baut ihr Streckennetz aus. Im Visier sind Destinationen in Osteuropa und im Nahen und Mittleren Osten. Laut AUA-Chef Ötsch ist die Airline saniert.

AUA setzt auf den Osten
© Reuters

Die Austrian Airlines (AUA) will langfristig an ihrer "Fokus East"-Strategie mit Ausrichtung auf Mittel- und Osteuropa und den Nahen und Mittleren Osten festhalten. "Diese Strategie hat kein Ablaufdatum", sie gelte bis auf weiteres, sagte AUA-Chef Alfred Ötsch.

Regionen wachsen
Das Wachstum dieser Regionen liege längerfristig über dem Durchschnitt, sagte Ötsch. Die AUA habe noch "über 50 Destinationen auf der Watchlist, die wir sukzessive in unser Netz hineinnehmen werden". Die kürzlich vom Aufsichtsrat genehmigte Kapitalerhöhung durch den arabischen Investor Mohamed Bin Issa Al Jaber ermögliche es, geplante Ziele schneller aufzunehmen. Daran ändere auch spätere Konkurrenz nichts: "Wenn wir 3:0 führen, werden wir nicht 4:3 verlieren".

Kritik am Flughafen Wien
Kritik übte Ötsch auch am Flughafen Wien, wenn dieser Billigfluggesellschaften mit "überproportionalen Mitteln" unterstütze. "Der Flughafen sollte bedenken, wer sein Hauptkunde ist", meinte der AUA-Chef. Die AUA hat trotz Rückgängen noch mehr als 50 Prozent Marktanteil am Flughafen Wien. Neue Airlines könnten auch zusätzlichen Verkehr ins AUA-Streckennetz bringen, das gelte aber nicht für die Billigflieger, deren Anteil in Wien 2007 bei 18,7 Prozent lag.

AUA ist saniert
Die AUA "sei saniert", wenn man darunter verstehe, dass die größten Verlustquellen beseitigt seien. Das sei aber nur der erste Schritt, so Ötsch. Es sei noch viel zu tun, man stehe aber deutlich besser da als noch vor einem Jahr.




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