07. April 2009 11:50

Geld zurück 

Ärger mit Fremdwährungskrediten vorbei

SPÖ-Konsumentenschutzminister Hundstorfer einigte sich jetzt mit der Oberbank, Kreditnehmer die Verluste nach Zwangskonvertierungen zum Großteil rückzuerstatten.

Ärger mit Fremdwährungskrediten vorbei
© Singer / TZ Österreich

SPÖ-Konsumentenschutzminister Rudolf Hundstorfer hat sich mit der Oberbank auf eine Lösung in Sachen Zwangskonvertierung von Fremdwährungskrediten geeinigt. Nehmer von Fremdwährungskrediten, deren Ausleihung zwangsweise in Euro umgewandelt worden waren, bekommen die Kosten dafür rückerstattet und allfällige Kursverluste zu 70 Prozent ersetzt.

Rückkonvertierung möglich
Bis Mitte des Jahres ist im Rahmen der Vereinbarung bei der Oberbank eine Rückkonvertierung in die Fremdwährung möglich. Die Oberbank, die empfiehlt, bei einer Euro-Finanzierung zu bleiben, will für solche Fälle ein Vorwarnsystem einrichten.

Schädliche Klauseln
Die Vereinbarung ist die erste mit einem Kreditinstitut. Das Problem war entstanden, nachdem der Kurs des Schweizer Franken im vergangenen Jahr zeitweilig um gut zehn Prozent zugelegt hatte. Banken hatten daraufhin Gebrauch von Klauseln in den Kreditverträgen gemacht, nach denen es ihnen gestattet ist, nach dem Überschreiten eines bestimmten Schwellenwertes die Fremdwährungs- in Eurokredite umzuwandeln. Vielen Kreditnehmern auch anderer Institute entstand dadurch beträchtlicher Schaden.

Der Grün-Abgeordnete Peter Pilz, der im Februar als erster öffentlich auf das Problem aufmerksam gemacht hatte, verlangte eine "Wiedergutmachung" auch für geschädigte Kreditnehmer anderer Institute.




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