18. Juni 2009 09:42

Neue Impulse 

Almdudler-Haus in Grinzing eröffnet

Das Trachtenpärchen wohnt nun in einem Haus, in dem modernes Design groß geschrieben wird. Die Krise macht aber auch vor Almdudler nicht halt, trotzdem hofft man auf moderate Zuwächse für 2009.

Almdudler-Haus in Grinzing eröffnet
© APA/HELMUT FOHRINGER

Nein, es ist entgegen den Vermutungen mancher Nachbarn kein Tempel und keine Kirche geworden - das ungewöhnliche Haus in der Grinzinger Allee 16 in Wien. Vielmehr handelt es sich um den neuen Stammsitz des Getränkeherstellers Almdudler. Der setzt zwar auf alpine Stilelemente, ist jedoch ein traditionelles Wiener Familienunternehmen. Die bekannte Kräuterlimonade wurde 1957 zum ersten Mal abgefüllt. Und die Prognosen sind - trotz Krise - auch für 2009 nicht so schlecht.

Trachtenpärchen
Das neue Haus für das Trachtenpärchen, dem Markenzeichen der Firma, liegt unweit des weltberühmten Heurigenortes Grinzing. Es ist ein "nicht alltäglicher Auftritt", wie Almdudler-Geschäftsführer Gerhard Schilling im Gespräch betonte. Tatsächlich: Der Eingangsbereich des Gebäudes ist etwa als überdimensionale Almdudler-Flasche ausgeführt, samt riesigem Trachtenpärchen.

Modernes Design
Am Dach erwartet die Besucher nicht nur eine Terrasse, sondern auch eine Almhütte. Wobei man auf eine zeitgemäße Interpretation des Themas gesetzt habe, wie Schilling versichert. Alpin-Kitsch findet man im Almdudler-Haus nicht, es dominiert modernes Design.

Die Übersiedlung in ein neues Haus ist laut dem Geschäftsführer notwendig geworden, weil die alten Büros - die zuletzt in Heiligenstadt lagen - nicht mehr den Ansprüchen genügt haben. Konzipiert wurde der neue Firmensitz, der am Donnerstag offiziell eröffnet wird, von der Architektengruppe "Archiguards". Insgesamt sind 30 Mitarbeiter dort beschäftigt. Getränkeflaschen finden sich bestenfalls als Stilelement oder in der Kantine. Abgefüllt wird Almdudler hier nicht. Das geschieht bei Partnern in Wien und Bad Vöslau.

Krise
Die Krise macht auch vor Almdudler nicht halt - wenn die Auswirkungen dort auch "nicht extrem" ausfallen, wie Schilling betonte: "Gott sei Dank geht es uns den Umständen entsprechend gut." Betroffen sei das Unternehmen eher indirekt - durch Umsatzrückgänge in der Gastronomie, deren Anteil bei Almdudler bei rund 40 Prozent liegt. Anfang des Jahres hatte das Unternehmen verlautbart, heuer um 2 bis 3 Prozent wachsen zu wollen. Die aktuelle Prognose unterscheidet sich davon nur unwesentlich.

Impulse sollen neue Produkte liefern: Bereits am Markt ist die zuckerfreie Variante, die die bisherige "Light"-Version ersetzt hat. Für Erfrischung im Sommer soll der Almdudler "G'spritzt" sorgen, also die Mischung mit Mineralwasser. Seit kurzem läuft auch die Zusammenarbeit mit einem eigenen Vertriebspartner in Deutschland. Bisher wurde dort von einem Lizenznehmer produziert.




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