02. Juni 2009 08:54

239.777 suchen Jobs 

Arbeitslosigkeit um 29,7 Prozent höher

Drastischer Anstieg: Im Mai wuchs die Arbeitslosenquote um fast 30 Prozent.

Arbeitslosigkeit um 29,7 Prozent höher
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Die Lage auf dem österreichischen Arbeitsmarkt verschlechtert sich weiter: Im Mai 2009 ist die Zahl der arbeitslos gemeldeten Menschen auf 239.777 gestiegen. Das waren um 54.967 oder 29,7 Prozent mehr als im gleichen Zeitraum des Vorjahres. Gleichzeitig gingen die gemeldeten offenen Stellen um 34,5 Prozent auf 27.839 zurück. Das entsprach nach nationaler Berechnung einer Arbeitslosenquote von 6,6 Prozent nach 7,1 Prozent im April 2009 bzw. 5,1 Prozent im Mai 2008. Inklusive der 64.197 in Schulung befindlichen Personen (+ 23,5 Prozent) waren allerdings neuerlich über 303.974 (plus 28,4 Prozent) ohne Job.

Männer am stärksten betroffen
Am stärksten zugenommen hat im Mai die Arbeitslosigkeit bei den Männern; konkret kletterte sie um 41,7 Prozent auf 136.314. Bei den Frauen stieg sie im Vergleich dazu nur um 16,8 Prozent. Stark verschärft hat sich neuerlich die Situation bei den Jugendlichen: mit 39.729 waren um 38,3 Prozent mehr 15 bis 24-Jährige ohne Job als im gleichen Monat des Vorjahres.

Wie schon im April gab es die höchsten Zuwächse in Oberösterreich, wo die Zahl der Jobsuchenden um 61,1 Prozent auf 27.049 stieg, gefolgt von Kärnten mit plus 46,6 Prozent auf 17.814 und der Steiermark mit einer Zunahme von 40,7 Prozent auf 35.411. Die meisten Arbeitslosen gab es traditionsgemäß in Wien mit 68.073, allerdings fiel das Plus mit 11,4 Prozent vergleichsweise klein aus.

Höchste Arbeitslosenraten in der Eurozone
Die Arbeitslosenquote der Eurozone ist im April auf 9,2 Prozent gestiegen, in der EU lag sie bei 8,6 Prozent. Für die Eurozone ist dies die höchste Quote seit September 1999 und für die EU seit Jänner 2006, wie das EU-Statistikamt Eurostat am Dienstag mitteilte. In Österreich sank die Arbeitslosigkeit im April gegenüber dem Vormonat von 4,3 auf 4,2 Prozent, Damit wies Österreich hinter den Niederlanden (3,0 Prozent) im April die zweitniedrigste Arbeitslosenrate in der EU auf.




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