08. Jänner 2008 14:03

Bartenstein 

Arbeitslosigkeit wird weiter sinken

Einen weiteren Rückgang der Arbeitslosigkeit im heurigen Jahr erwartet Wirtschafts- und Arbeitsminister Martin Bartenstein (V).

Arbeitslosigkeit wird weiter sinken
© AP

Die Zahl der Jobsuchenden werde heuer trotz "gewisser Gewitterwolken am Himmel" um 5.000 bis 6.000 sinken. Vollbeschäftigung bleibe wichtigstes Ziel der Bundesregierung bis 2010, sagte der Minister am Dienstag bei einer gemeinsamen Pressekonferenz mit den beiden Vorständen des Arbeitsmarktservice (AMS), Herbert Buchinger und Johannes Kopf.

Höchster Beschäftigtenstand seit 17 Jahren
Das hervorragende Wirtschaftswachstum im vergangenen Jahr war der Schlüssel für den erfreulichen Verlauf am Arbeitsmarkt. Heuer müsse man mit einer Abschwächung rechnen. Es werde beim Wirtschaftswachstum ein 2er vor dem Komma stehen, aber kein 3er mehr. Das Jahr 2007 habe mit 3,344.000 Beschäftigten im Jahresschnitt den höchsten Beschäftigtenstand seit 17 Jahren verzeichnet. Gegenüber 2006 nahm die Beschäftigung um 63.122 (davon 50.000 Vollzeitjobs) oder um 1,9 Prozent im Jahresschnitt zu. Die Arbeitslosigkeit ging um 7,1 Prozent oder um 16.925 Betroffene auf 222.248 Jobsuchende zurück. Und das, obwohl das Arbeitskräfteangebot um 46.200 Personen zulegte.

Bartenstein weist Buchinger-Kritik zurück
Deutlich zurückgegangen ist im Jahresschnitt die Arbeitslosigkeit bei älteren Arbeitnehmern, und zwar um 4,5 Prozent oder um 2.017 auf 42.882 Betroffene. Damit widerlegt Bartenstein Sozialminister Erwin Buchinger (S), der ein Ansteigen bei älteren Arbeitslosen im Herbst kritisiert hatte. Zu den Angriffen Buchingers, der fast gleichzeitig mit Bartenstein zum Thema Arbeitsmarkt Stellung genommen hat, sagte Bartenstein: "Das ist große Koalition live". Er begrüße, dass man nur einige Stockwerke höher kommen müsse, um die Fakten zu erfahren. Buchinger solle sich mit seiner Themenzuständigkeit - wie die Pflege - beschäftigen. Und: "Ich möchte das gute Koalitionsklima nicht trüben."

Verhandlungen über Lehrlingspaket
Die Sozialpartnerverhandlungen zum Lehrlingspaket seien in einer finalen Phase, sagte Bartenstein. Er sehe die Möglichkeit, dass man vor der Regierungsklausur in dieser Woche zu einem Abschluss kommen werde. Eine Erhöhung der Lohnnebenkosten für Ältere zur Finanzierung des Pakets sei aber ein falsches Signal. Die Sozialpartner hatten wie berichtet ursprünglich vorgeschlagen, die Streichung des Arbeitslosenversicherungsbeitrages für Personen ab 56 Jahre wieder zurückzunehmen. Der Lehrlingsbeauftragte Egon Blum sei in die aktuellen Verhandlungen eingebunden. Es werde einen Blum-Bonus II geben für Betriebe, die neu in die Ausbildung einsteigen und für die, die wieder in die Ausbildung einsteigen.




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