03. Oktober 2007 14:12

Autobahngesellschaft 

Asfinag verdiente heuer schon 1 Mrd. Euro an Maut

Nächste Jahr wird die Autobahngesellschaft noch mehr einnehmen, weil die Vignettenpreise wieder ansteigen.

Asfinag verdiente heuer schon 1 Mrd. Euro an Maut
© APA

Die staatliche Autobahngesellschaft Asfinag hat von Jänner bis August des heurigen Jahres 947 Mio. Euro an Maut eingenommen. Das kräftigste Plus hat es bei den 10-Tages-Vignetten gegeben, die um sechs Prozent zulegten. Einen geringen Zuwachs gab es bei der Jahres-Vignette.

Bei der Lkw-Maut gab es leichte Mehreinnahmen durch das stärkere Verkehrsaufkommen. Für ein kräftiges Plus über das Gesamtjahr wird die Erhöhung der Lkw-Maut um durchschnittlich 4,2 Cent zu Jahresmitte 2007 sorgen.

Asfinag verdient bald noch mehr
Mit Jahresende werden die Vignettenpreise steigen. Sie werden an den Verbraucherpreisindex angepasst und kosten dann 73,80 Euro je Pkw (bisher 72,60 Euro). Motorrad-Fahrer müssen künftig 29,50 statt 29,00 Euro zahlen.

1,2 Mrd. waren es im Vorjahr
Im Gesamtjahr 2006 wurde ein Erlös aus Vignette, Sondermauten und Lkw-Maut von 1,25 Mrd. Euro netto eingefahren. Damit muss die Asfinag u.a. einen Schuldenstand von rund 10 Mrd. Euro abbauen.

Weitere Geldquellen
Eine zusätzliche Einnahmequelle will sich die Asfinag durch den Verkauf von Know-how im Ausland sichern. Dafür wurde im August 2005 die italienische Mautverrechnungsfirma Europpass von der Asfinag um kolportierte 200 Mio. Euro gekauft. Europpass wickelte bis dahin die Mautabrechnung in Österreich ab.

Derzeit steht man bei drei Projekten in Osteuropa in der zweiten Verhandlungsrunde, bis Ende Dezember sollen in zwei Ländern Entscheidungen fallen. In diesen Staaten soll eine Art "Asfinag" aufzgebaut werden. Die Asfinag scheint zuversichtlich zu sein, zum Zug zu kommen.

Keine Mautpreller in Österreich
Hierzulande besitzen fast alle Lkw eine Go-Box zur Bemautung, wöchentlich werden 4.000 neue Boxen ausgegeben. In- und ausländische Frächter fahren jeweils die Hälfte der Schwerverkehrkilometer. Die Mautprellerrate liegt bei unter einem Prozent, wobei rund die Hälfte auf Missverständnisse zurückzuführen sei.




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