05. Jänner 2007 15:12

Rabattschlacht 

Ausverkaufs-Rekord im Handel

Der Abverkauf begann heuer früher als sonst und bescherte dem Handel nach Weihnachten einen massiven Kundenansturm.

Ausverkaufs-Rekord im Handel
© (C) Getty

Nach einem eher verhaltenen Weihnachtsgeschäft setzte der Handel voll auf den Ausverkauf. Früher als sonst lockten die Geschäfte mit Preisreduktionen bis 70 Prozent. Mit Erfolg: "Der Ausverkauf läuft besser als das Weihnachtsgeschäft“, sagt etwa C&A-Sprecher Herbert Asamer. Die Modekette bietet ein Drittel des Sortiments um bis zu 50 Prozent billiger an.

Bei Peek & Cloppenburg, H&M und Kleider Bauer stürzten sich die Kunden ebenso auf reduzierte Ware. Kostete ein Tweedmantel bei P&C vor Weihnachten 229 Euro, ist er jetzt um 169 zu haben. Ein Damenblazer kostet bei Kleider Bauer 69,90 statt 140 Euro.

Besser als im Vorjahr
Im größten Einkaufszentrum Österreichs, der SCS im Süden Wiens, war in den letzten Tagen mehr los als vor Weihnachten, so Vorstand Christoph Adamek. "Derzeit zählen wir täglich rund 45.000 Autos auf den Kundenparkplätzen - um 10.000 mehr als im Vorjahr.“ Vor allem Gutscheine werden eingelöst - und dank der Rabatte bekommen die Kunden oft doppelt so viel Ware.

Einer der ganz großen Sieger des Ausverkaufs ist heuer der Möbelhandel. Leiner, XXXLutz oder Interio räumen ihre Lager mit Tiefpreisen. "Es war unser bester Ausverkauf seit der Firmengründung“, zieht XXXLutz-Chef Thomas Saliger Bilanz. Der Marktführer reduziert den Großteil des Sortiments um 50 Prozent und gibt noch einmal 30 Prozent auf Ausstellungsstücke.

Ski zum Kampfpreis
Besondere Schnäppchen können Wintersportler machen. Wegen des wetterbedingten Umsatzeinbruchs versuchen die Händler ihr Skisortiment mit Hilfe von Kampfpreisen loszubekommen. So kostet etwa ein Paar Head Carver samt Bindung bei Giga Sport statt 700 nur mehr 279 Euro.

Selbst Parfumerieketten setzen auf den Abverkauf. "Wir bieten 30 Prozent Rabatt auf viele Artikel. Im Vergleich zum Vorjahr haben uns die letzten beiden Wochen ein zweistelliges Umsatzplus gebracht“, sagt Marionnaud-Boss Markus Reichenspurner.

Im Elektrohandel, der schon vor Weihnachten Rekordumsätze vermeldete, gingen die Geschäfte ebensogut weiter. "Unsere Märkte waren in den letzten beiden Wochen so voll wie an den Einkaufssamstagen vor Weihnachten“, sagt MediaMarkt/Saturn-Chef Gerhard Sander. Auch Cosmos/Niedermeyer-Boss Paul Niederkofler ist extrem zufrieden: "Die Kunden kaufen unvermindert weiter.“

Wer noch billig einkaufen möchte: Der Abverkauf läuft bis Ende Jänner.




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