09. April 2009 19:33

Hoffnung Öko-Prämie 

Automarkt seit Jänner knapp 13% im Minus

Die Pkw-Neuzulassungen sind in Österreich im ersten Quartal 2009 deutlich gesunken. Marktführer bleibt weiterhin unangefochten Volkswagen.

Automarkt seit Jänner knapp 13% im Minus
© sxc

Die Wirtschaftskrise hat Österreichs Automarkt fest im Griff. Im März ist die Zahl der Pkw-Neuzulassungen erneut stark zurückgegangen. Insgesamt wurden hierzulande 26.477 Neufahrzeuge zugelassen, das ist ein Rückgang von 11,5 Prozent im Vergleich zum März 2008, so die Daten der Statistik Austria. Noch trauriger sehen die Zahlen für das erste Quartal aus: Mit 64.296 neuzugelassenen Pkws beträgt das Minus 12,9 Prozent gegenüber der Vorjahresperiode.

Siegermarke VW
Die Lieblingsmarken der Autokäufer waren in den ersten drei Monaten des heurigen Jahres VW, gefolgt von Ford und Opel. Absolute Zuwächse bei den Marken verzeichnete allerdings nur Audi.

Ein Trend zum Kleinwagen lässt sich noch nicht ablesen: Abgesehen vom VW Golf und Seat Ibiza finden sich unter den meistgekauften Neuwagen-Modellen die Mittelklassewagen Skoda Octavia und Audi A4 sowie auf Platz 5 der VW Tiguan, ein kleinerer SUV.

Trotz des Minus herrscht in der Autobranche wieder Optimismus. Die mit ersten April eingeführte Öko-Prämie (Verschrottungsprämie) hat den Neuwagenmarkt in Bewegung gebracht.

Quartalabsatz nach Marken

Marke

Verkaufte Stückzahl

Marktanteil

+/- Vorjahr

VW

9.720

15,1%

-16%

Ford

4.901

7,6%

-0,4%

Opel

4.713

7,3%

-18,8%

Quartalabsatz nach Modellen

Modell

Verkaufte Stückzahl

Marktanteil

+/- Vorjahr

VW Golf

4.215

6,6%

+6,3%

Skoda Oct.

1.836

2,9%

+18,3%

Audi A4

1.810

2,8%

+23,6%

Öko-Prämie boomt
Das Interesse an einem neuen Auto ist seither deutlich gestiegen. Bisher haben über 4.700 Personen von der Prämie Gebrauch gemacht. Nach Hochrechnungen dürften bundesweit zudem schon 10.000 Anträge eingegangen sein.

Dabei handelt es sich aber im Wesentlichen um ein extra generiertes Zusatzgeschäft. „Die Ökoprämie erweist sich als effektive Maßnahme zur Konjunkturbelebung. Sie sollte auch nach Erreichen der 30.000-Stückgrenze unbedingt weitergeführt werden“, fordert daher auch Wolf-Dieter Hellmaier, Geschäftsführer von Porsche Austria.




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