10. November 2007 16:45

200 Jobs weniger 

BAWAG-Personalabbau schon zur Hälfte vorbei

Die BAWAG PSK, die mit dem Beginn des nächsten Jahres eine neue Führung bekommt, hat aktuell schon die Hälfte des ihr verordneten Personalabbaus hinter sich, muss aber bis Ende des nächsten Jahres weitere rund 200 Jobs abbauen.

BAWAG-Personalabbau schon zur Hälfte vorbei
© ÖSTERREICH

"Wir haben bereits mehr als 50 Prozent des Zieles von 400 Stellen ohne besondere soziale Härten hinter uns gebracht", sagte der scheidende Vorstandschef Ewald Nowotny am Samstag in der Ö1-Reihe "Im Journal zu Gast".

Zieldatum vorgezogen
Es sei richtig, dass das Zieldatum des angepeilten Stellenabbaues von 2011 auf 2008 vorgezogen worden sei, bestätigte er. Zu Medienberichten, wonach der neue Eigentümer Cerberus bis zum geplanten Börsengang in sechs oder sieben Jahren zusätzlich Personal abbauen wolle - angeblich 600 Jobs - äußerte sich der scheidende Generaldirektor nicht.

David Roberts löst Nowotny ab
Nowotny wird, wie berichtet, mit Jahresende 2007 an der Spitze des Instituts dem Briten David Roberts Platz machen. Der frühere sozialdemokratische Spitzenpolitiker und Vizepräsident der Europäischen Investitionsbank (EIB) wird in den Aufsichtsrat der BAWAG einziehen und an der Wiener Wirtschaftsuniversität seine Lehrtätigkeit wieder aufnehmen. Nächstes Jahr wird er sich um die Nachfolge Klaus Liebschers als Notenbankgouverneur ab September 2008 bewerben. Nowotny begründete seinen Abgang aus der BAWAG eben mit dieser Chance.

Lotterie-Anteil verkauft
Der neue Eigentümer Cerberus, der die Bank im vergangenen Mai vom ÖGB um 3,2 Mrd. Euro gekauft hat, wird nicht (direkt) von den anstehenden Verkäufen von BAWAG-Beteiligungen, -Immobilien und Tochterfirmen (z.B. Bösendorfer, ATV) profitieren. "Kein Euro, der als Erlös hereinkommt, verlässt die Bank", sagte Nowotny in der Radiosendung. "In den ersten Jahren wird es auf keinen Fall zu Dividendenausschüttungen kommen - später ja." Eine Bank solle sich "auf das Bankgeschäft konzentrieren". Wie berichtet, hat die BAWAG soeben ihren 34-Prozent-Anteil an den Lotterien um rund 330 Mio. Euro an die Casinos Austria verkauft.




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