23. Juni 2008 21:41

Straffungen erwartet 

Bank Austria-Name wird um UniCredit erweitert

Die Bank Austria soll künftig "UniCredit Bank Austria" heißen. Zudem wird Prehofer definitv nicht nach Polen wechseln.

Bank Austria-Name wird um UniCredit erweitert
© APA/Bank Austria

Erst im April 2008 hat Österreichs größte Bank, die seit 2005 zum italienischen UniCredit-Konzern gehört, ihren Markenauftritt geändert: Aus der "Bank Austria Creditanstalt" (BA-CA) wurde die "Bank Austria", das alte Logo durch das UniCredit-Logo - weißer Einser auf rotem Punkt - ersetzt. Dieses Rebranding war nicht das letzte. Unabhängig davon kursieren neue Spekulationen um einen Umbau im Bank Austria-Vorstand.

"UniCredit Bank Austria"
Nach einem Bericht der Tageszeitung "Die Presse" (Dienstagausgabe) ist geplant, demnächst im Firmenbuch den Namen "UniCredit Bank Austria" eintragen zu lassen. Rechtlich heißt das Institut noch immer Bank Austria Creditanstalt, für eine Änderung ist ein Beschluss der Hauptversammlung nötig. Bisher gebe es keinen HV-Beschluss, hieß es am Montag Abend aus der Bank. Die nächste Hauptversammlung der Bank Austria wird im Sommer stattfinden, infolge des Abgangs von der Börse aber nicht mehr öffentlich.

An diesem Donnerstag findet in Wien der Capital Markets Day 2008 der UniCredit statt. Konzernchef Alessandro Profumo wird Investoren, Analysten und Journalisten seine Strategie sowie die Ertragsziele für die kommenden drei Jahre erläutern.

Festere Zügel
Experten erwarten, dass die Mailänder künftig auch bei ihrer Tochter Bank Austria die Zügel fester anziehen werden. Das werde sich nicht nur im Firmenwortlaut widerspiegeln, so die "Presse". Der Vorstand der HypoVereinsbank (HVB), die ebenso wie die Bank Austria eine Tochter der UniCredit ist, wurde heuer bereits massiv verkleinert. Auch in Österreich könnte, wie seit Monaten in der Bankenbranche kursiert, der derzeit achtköpfige Bank Austria-Vorstand dezimiert werden - spätestens 2009 bzw. 2010, wenn die Verträge auslaufen.

Pernhofer bleibt
Spekulationen, Regina Prehofer, die im Bank Austria-Vorstand für das Firmenkundengeschäft zuständig ist, könnte als Vize-Chefin in die polnische UniCredit-Tochterbank wechseln, wurden am Montag bereits von UniCredit dementiert. Am Dienstag hat schließlich die für das Firmenkundengeschäft zuständige Bank Austria-Vorstandsdirektorin selbst einen Wechsel zur polnischen UniCredit-Tochter in Abrede gestellt. "Nein, ich gehe nicht nach Polen", sagte Prehofer am Rande einer Anleihepräsentation.Der Verantwortungsbereich der einzigen Frau im Bank Austria-Vorstand ist zuletzt verkleinert worden. Mittelfristig auf dem Prüfstand stehen könnten nach Branchen-Erwartungen die Mandate der BA-Vorstände Werner Kretschmer (zuständig für Private Banking und Asset Management) sowie Ralph Müller (zuständig für Privat- und Geschäftskunden).

Personalspekulationen
Hintergrund für die Personalspekulationen ist die starke Zentralisierung und Divisionalisierung im UniCredit-Konzern. Spitzenmanager auf Länderebene verlieren dadurch immer mehr an Bedeutung. Aus der UniCredit hieß es dazu auch heute wieder, dass eine Verkleinerung des Bank Austria-Vorstands derzeit nicht auf der Tagesordnung stehe und auch beim Capital Markets Day kein Thema sein werde.




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