16. Jänner 2007 09:45

Stabile Preise 

Bauern optimistisch für 2007

Österreichs Bauern blicken optimistisch ins neue Jahr. Die Preise bleiben stabil, das Durchschnittseinkommen soll 2007 erneut steigen

Bauern optimistisch für 2007
© dpa, Karl-Josef Hildenbrand

Der Bauernbund erwartet für 2007 für Rindfleisch und Milch stabile Preise, bei Getreide sei auf Grund der steigenden Weltnachfrage sogar mit besseren Preisen zu rechnen.

Bio-Nachfrage steigt weiter
Die gute Nachfrage nach Biolebensmittel werde anhalten, einen großen Einstiegsboom seitens der Landwirte erwartet die Landwirtschaftskammer Österreich aber nicht. Dafür seien die Signale aus dem Markt zu schwach. "Bio ist aber eine sichere Chance in der Zukunft", so ein Experte.

Getreidepreis bleibt stabil
Von einer positiven Marktentwicklung gehen die Experten bei Getreide aus. Ursache seien die erhöhte Nachfrage und weltweit niedrige Ernten in Kombination mit den Chancen im Bereich der erneuerbaren Energie. Die Getreidepreise müssten zumindest auf Vorjahresniveau haltbar sein bzw. vor allem bei Braugerste und Roggen sogar steigen.

Mais bleibt Fragezeichen
Die befürchteten Importe von Mais aus Ungarn seien bisher wegen Niedrigwasser auf der Donau sowie auf Grund von Preisspekulationen der ungarischen Bauern ausgeblieben, hieß es. Die Maislager in Ungarn seien daher nach wie vor voll, was - neben der Entwicklung der Bioenergie - für das laufende Jahr das größte Fragezeichen für den Getreidemarkt darstelle, so Lindner.

Rind und Geflügel sicher
Vorausgesetzt es kommt zu keinen Seuchen oder Krankheiten, geht man bei Rindfleisch für 2007 von einer stabilen Preisentwicklung aus. Die EU sei ein Rindfleisch-Nettoimporteur, daher sei die Marktentwicklung positiv zu sehen, hieß es. Für den Geflügelmarkt erwartet die Landwirtschaftskammer sowohl bei der Menge als auch bei den Preisen ein leichtes Plus.

Schwein: Preisdruck befürchtet
Der Schweinemarkt sei differenziert zu sehen. Zum einen gebe es Meldungen, dass Deutschland die Schweineproduktion ausbauen werde, erläuterte Lindner. Auch in Österreich werden mehr Schweine geschlachtet. Ob es dadurch zu einem Preisdruck kommen werde, sei derzeit noch nicht abschätzbar, zumal die Nachfrage nach Schweinefleisch seit der Vogelgrippe steige.

Milch im Zeichen der Quoten
Der Markt für Milch und Milchprodukte ist derzeit geprägt von der Diskussion über die Zukunft des Milchquotensystems. Bleiben die Rahmenbedingungen stabil, sei auch heuer von einer stabilen Preisentwicklung auszugehen, waren sich Bauernbund und Kammer einig. Österreich sei in diesem Bereich gut aufgestellt, die Molkereien seien innovativ und gut entwickelt. Der Trend gehe eindeutig weg von Billigprodukten hin zu mehr Wertschöpfung, was die Wettbewerbsfähigkeit der österreichischen Milch und von Milchprodukten erhöhe.




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