21. Februar 2009 21:10

Jobsicherheit 

Bei 32 von 35 Top-Unternehmen gibt es keine Kündigungen

Österreichs Unternehmen trotzen der Krise: ÖSTERREICH hat die umsatzstärksten Unternehmen auf die Jobsicherheit geprüft.

Bei 32 von 35 Top-Unternehmen gibt es keine Kündigungen

Sie sind die umsatzstärksten Unternehmen des Landes, machen Milliardengewinne und beschäftigen Hunderttausende Österreicher. Die große ÖSTERREICH-Umfrage zeigt jetzt: Die Chefs der größten heimischen Unternehmen blicken trotz weltweiter Wirtschaftskrise und Rezession optimistisch in die Zukunft.

Wenig Kurzarbeit
340.491 Mitarbeiter sind bei jenen 35 Unternehmen in Österreich angestellt, die zu den umsatzstärksten gehören: Alleine 2007 machten diese 35 Unternehmen mehr als 171 Milliarden Euro Umsatz. Die ÖSTERREICH-Recherche ergab: Bei 32 dieser 35 Top-Unternehmen gibt es keinen Jobabbau. Und auch von der gefürchteten Kurzarbeit sind derzeit aber nur die wenigsten – nämlich insgesamt 8.100 Mitarbeiter, bei der voestalpine AG (inklusive Böhler-Uddeholm AG und voestalpine Stahl GmbH) und bei Magna – betroffen. Das macht also lediglich einen Prozentsatz von 2,4 Prozent aus. Die voestalpine ist allerdings auch eines jener Unternehmen, bei denen es Kündigungen geben wird.

Keine Nachbesetzungen
Allerdings: Bei der Österreichischen Post AG und der Telekom Austria wird mit Jahresende 2009 aufgrund altersbedingten Ausscheidens mit einem Mitarbeiterminus von 1.000 bzw. 1.250 Angestellten zu rechnen sein. „Das heißt, dass nicht alle freiwerdenden Stellen nachbesetzt, aber keine Mitarbeiter gekündigt werden“, so Michael Homola von der Post gegenüber ÖSTERREICH.

Mitarbeiter gesucht
Bei den meisten anderen Firmen zeigt sich derzeit ein ganz anderes Bild: Vielerorts sind Unternehmen auf der Suche nach Nachwuchskräften. Spar sucht heuer 900 Lehrlinge, 500 werden in diesem Jahr bei den ÖBB zusätzlich ausgebildet, 500 beim XXXLutz. Und auch ausgebildete Mitarbeiter werden derzeit eingestellt. So sucht Porr derzeit trotz Wirtschaftskrise 40 neue Angestellte, Siemens hat 150 offene Stellen, der XXXLutz will heuer 300 neue Mitarbeiter anstellen. „Wir rechnen mit einem positiven Jahresgeschäft und werden auch weitere Filialen eröffnen“, so XXXLutz-Sprecher Thomas Saliger.

Suche nach Alternativen
Und: Vielerorts sucht man derzeit nach Alternativen zur gefürchteten Kurzarbeit: Bei der BMW Group Österreich gibt es beispielsweise kurzzeitige Produktionsstillstände. Einzig bei der AUA als auch beim Mayr-Melnhof Konzern werden derzeit mögliche Maßnahmen mit den Betriebsräten diskutiert, Siemens kann derzeit noch nicht ausschließen, dass der Konzern Angestellte kurzfristig in Kurzarbeit schicken muss.




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