08. Mai 2009 08:40

1. Quartal 2009 

Bei OMV gehen Erlöse um 28% zurück

Das heimische Mineralölunternehmen musste Umsatz- und Gewinneinbrüche hinnehmen.

Bei OMV gehen Erlöse um 28% zurück

Der österreichische Mineralölkonzern OMV musste im 1. Quartal 2009 einen deutlichen Umsatz- und Gewinneinbruch hinnehmen. Die Verkaufserlöse gingen gegenüber dem gleichen Zeitraum des Vorjahres um 28 Prozent auf 4,291 Mrd. Euro zurück. Der Periodenüberschuss nach Minderheiten schmolz um 91 Prozent auf 40 Mio. Euro zusammen.

Damit verliefen die ersten drei Monate des laufenden Geschäftsjahres für die OMV noch schlechter als Analysten erwartet hatten. Das Ergebnis je Aktie sank von 1,49 Euro (1. Q 2008) auf 0,14 Euro.

Das EBIT ging um zwei Drittel von 792 Mio. Euro (1. Q 2008) auf 266 Mio. Euro zurück. Das CCS EBIT vor Sondereffekten (bereinigt um Lagerhaltungsgewinne oder -verluste aus den Treibstoff-Raffinerien) fiel um 54 Prozent auf 340 Mio. Euro.

Schwieriges Umfeld
"Angesichts der sich abschwächenden wirtschaftlichen Situation und der sich erst gegen Ende von Q1/09 leicht erholenden Ölpreise blieb das operative Umfeld für OMV schwierig", sagte Generaldirektor Wolfgang Ruttenstorfer laut Mitteilung vom Freitag. "Während die Erträge unter Druck kamen, gelang es, unsere Bilanz zu stärken, vor allem dank des Verkaufs des 21,2-Prozent-Anteils an MOL und durch die Begebung einer Anleihe sowie eines Schuldscheindarlehens."

Neues Ölfeld in Betrieb
Im operativen Bereich sei die Inbetriebnahme des neuseeländischen Ölfelds Maari, das vielversprechende Produktionsraten aufweise, ein wichtiger Schritt gewesen. "Wir sind in einem schwierigen wirtschaftlichen Umfeld operativ und finanziell gut positioniert. Dadurch können wir unsere Wachstumsstrategie in den Kernregionen, die mittel- und langfristig wieder attraktive Wachstumsraten aufweisen werden, fortsetzen", so Ruttenstorfer.

Für das Gesamtjahr 2009 geht die OMV weiterhin von einer hohen Volatilität beim Ölpreis, den Raffineriemargen und beim Euro-Dollar-Wechselkurs aus. Die E&P-Produktion sollte durch neue Feldentwicklungen gestärkt werden.




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