02. Februar 2009 11:24

Teilverkauf erwartet 

Bei Schaeffler droht massiver Stellenabbau

Experten gehen davon aus, dass der Autozulieferkonzern Unternehmensteile verkaufen muss. Sie schätzen, dass 80.000 Jobs in Gefahr sind.

Bei Schaeffler droht massiver Stellenabbau
© Getty

Bei dem unter Druck geratenen Schaeffler-Konzern droht nach Einschätzung von Experten ein massiver Stellenabbau. Schaeffler wird seine Gummi-Sparte verkaufen müssen, glaubt Rudolf Hickel vom Institut für Wirtschaft und Arbeit der Universität Bremen. Gegenüber der "Bild"-Zeitung sagt er, mit diesem Verkauf drohe "eine Zerschlagung, die viele der bundesweit 80.000 Stellen kosten könnte".

Teilverkauf unabwendbar
Auch Willi Diez vom Institut für Automobilwirtschaft der Hochschule für Wirtschaft und Umwelt Nürtingen-Geislingen geht davon aus, dass ein Teil des Konzerns verkauft wird: "Das Abstoßen der Reifenproduktion ist plausibel, doch es bleibt fraglich, ob sich ein Käufer findet und genügend Geld in die Kasse kommt."

Keine Staatshilfe
Wegen hoher Schulden nach der Übernahme des Autozulieferkonzerns Continental hatte Schaeffler den Staat um Hilfe gebeten. Der deutsche SPD-Finanzminister Peer Steinbrück und Kanzlerin Angela Merkel lehnten Staatshilfen für den Konzern aber strikt ab.

Kurzarbeit in fast allen Werken
In jedem Fall kürzt Schaeffler kürzt angesichts der Absatzkrise in der Autoindustrie die Arbeitszeit. An der überwiegenden Zahl der 25 deutschen Standorte wird demnächst Kurzarbeit gefahren. Wie viele der 31.000 Mitarbeiter es treffen wird und wie stark die Stundenzahl gesenkt wird, will die Firma erst nach den für Dienstag geplanten Betriebsversammlungen nennen. Denkbar ist, dass viele Betriebe die Faschingswoche über - dann sind in Bayern Schulferien - schließen.




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