28. September 2008 21:28

Frist läuft ab 

Bieter prüfen jetzt die AUA

Noch 3 Wochen haben die potenziellen AUA-Käufer Zeit für ihre Angebote. Derzeit haben sie auf einer geheimen Website Zugang zu Daten der Airline.

Bieter prüfen jetzt die AUA
© Reuters

Die heiße Phase des AUA-Verkaufs ist in vollem Gange. Die drei verbliebenen Bieter Lufthansa, Air Fance-KLM und die russische S7 prüfen die heimische Airline derzeit im Rahmen der sogenannten Due Diligence auf Herz und Nieren und arbeiten auf dieser Basis ihre konkreten Angebote aus.

Geheime Website
Der Datenraum, in dem die Details zur AUA eingesehen werden können, ist in Wirklichkeit eine streng geheime Website. Die Zugangsrechte werden unter strengsten Geheimhaltungsauflagen von der mit dem Verkaufsprozess betrauten Investmentbank Merrill Lynch vergeben, wo der Österreicher Peter Kollmann zuständig ist.

Noch 3 Wochen Zeit
Bis zur Deadline für die Abgabe der Angebote am 21. Oktober bleiben rund drei Wochen Zeit. Gefordert wird unter anderem ein höchstens 40-seitiges Strategiekonzept, ein genauer Businessplan für die nächsten fünf Jahre sowie alle Details zur Finanzierung inklusive Garantien für das Fremdkapital. Außerdem muss dargelegt werden, dass Lizenz und Verkehrsrechte für die AUA erhalten bleiben.

Hinsichtlich des letzteren Punkts wird die S7 zu kiefeln haben, da die Lizenz weg wäre, wenn eine Nicht-EU-Airline die Mehrheit an der AUA hielte. S7-Hauptaktionärin Natalia Filewa wurde jetzt per Brief aufgefordert, bis 21. Oktober eine schriftliche Bestätigung der EU-Kommission zu liefern, dass im Falle ­eines S7-Einstiegs bei der AUA für die Sicherung der Lizenz gesorgt sei.

Aus Kreisen der S7 verlautet dazu, dass sie sich mit 49 % an der AUA begnügen würden. Der Plan der Russen: Die AUA-Mehrheit würde ein Österreich-Konsortium halten, an dessen Zustandekommen hinter den Kulissen heftig gearbeitet wird.

Entscheidungsfaktor Geld
Den Preis, den sie zu zahlen bereit sind, müssen die Bieter erst bis 24. Oktober nennen. Laut im Magazin Format zitierten Unterlagen, die Merrill Lynch an die Interessenten verschickt hat, wird „der Preis ein wichtiger Faktor für die Auswahl des bevorzugten Bieters sein“. Im Vorfeld hatte es noch geheißen, die Strategie habe Vorrang. Kolportiert wird, dass die S7 die AUA mit 600 Mio. Euro bewertet.




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