09. Jänner 2008 14:17

Flugverkehr 

Billigflieger "Niki" verdoppelt Flotte

Die Fluglinie von Niki Lauda fliegt mit Belgrad und Mailand zwei neue Ziele an. Die AUA verdichtet ihr Streckennetz nach Russland.

Billigflieger "Niki" verdoppelt Flotte

Niki Laudas Billigfluggesellschaft "Niki" hat im Jahr 2007 zum vierten Mal in Serie einen Gewinn verzeichnet. Bei einem Umsatz von 186 Mio. Euro wurde ein operatives Ergebnis von "deutlich über einer Million" eingeflogen, "damit haben wir den Gewinn verdoppelt", erklärte der dreifache Formel I-Weltmeister am Mittwoch bei einer Pressekonferenz in Wien. Die Zahl der Passagiere erhöhte sich 2007 um gut 30 Prozent auf 1,7 Millionen Fluggäste.

Expansion geplant
Im laufenden Jahr 2008 soll der Umsatz weiter auf 220 Mio. Euro steigen, angepeilt wird ein Ergebnis von 2,1 Mio. Euro. Mit der geplanten Expansion - neue Flugzeuge und die beiden neuen Ziele Belgrad und Mailand-Malpensa - sollen 100 neue Mitarbeiter die Zahl der Niki-Mitarbeiter auf 400 erhöhen.

Lauda zufrieden
Lauda ist mit der Entwicklung überaus zufrieden. Die Ergebnisverbesserung sei trotz um fast 60 Prozent höherer Spritpreise erreicht worden. Gegen steigende Preise hat sich Niki am Finanzmarkt durch Hedging abgesichert. Auf die Preise kommt ein Kerosinzuschlag von aktuell 18 Euro je Flug, zusätzlich wird die Preiskurve - ausgehend vom Billigpreis von 29 Euro (plus Steuern und Gebühren) - nach Bedarf angehoben. Bei hohen Treibstoffpreisen "müssen wir die Preiskurve früher anheben", so Lauda.

Verdoppelung der Flotte geplant
Der größte Teil des Wachstums entfiel auf die linienmäßig durchgeführten Städteflüge, die von Business- und Freizeitkunden gleichermaßen frequentiert werden. Mit neuen Flugzeugen will Lauda das Wachstum weiter vorantreiben. Niki hat Optionen für zehn neue Flugzeuge in Fixbestellungen umgewandelt. Mit dieser Bestellung im Wert von einer halben Milliarde Euro sollen in den nächsten Jahren laufend neue Flugzeuge der Airbus A320-Familie mit 180 Sitzen dazukommen. Bis 2014 soll die Niki-Flotte aus 20 Flugzeugen bestehen. Aktuell fliegt Niki mit acht Flugzeugen, die neunte Maschine kommt im Mai dazu. Im März fliegen Niki-Maschinen neu nach Mailand-Malpensa (zwei Mal täglich) und nach Belgrad (täglich).

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Die Austrian Airlines (AUA) weiten ihr Streckennetz nach Russland aus: Mit dem Sommerflugplan 2008 (Ende März) werden mit jeweils drei Flügen pro Woche nach Sotschi und Nischni Nowgorod (Gorki) zwei weitere Russlandziele angesteuert. Damit hat die AUA insgesamt sieben Destinationen in Russland "am Schirm". Beide Flugstrecken werden mit einer Fokker 70 geflogen.

Der österreichische "Home-Carrier" startet seinen Flugverkehr in die Olympiastadt Sotschi am 1. April, der erste Flug nach Nischni Nowgorod ist einen Tag später, am 2. April, angesetzt. Bereits jetzt fliegt die AUA in die russischen Städte Rostow, St. Petersburg, Moskau, Jekaterinburg und Krasnodar. Die AUA wird Sotschi montags, mittwochs und freitags nonstop anfliegen, nach Nischni Nowgorod starten die Flieger am Dienstag, Donnerstag und Sonntag.

Boom durch Olympia 2014 in Sotschi
Sotschi ist Austragungsort der Olympischen Winterspiele 2014 und erlebt derzeit einen Bau- und Investitionsschub. Die Stadt liegt am Fuß des Kaukasusgebirges an der Ostküste des Schwarzen Meeres und gilt als Tourismushochburg, auch für die Kreml-Riege. Mit 300 Sonnentagen pro Jahr gehört Sotschi auch zu den beliebtesten Bade-und Kurorten Russlands.

Industrie-Stadt Gorki
Die Industriestadt Nischni Nowgorod liegt rund 400 Kilometer östlich von Moskau und ist die fünftgrößte Stadt des Landes. In der Geburtsstadt Maxim Gorkis haben sich Automobilhersteller, eine U-Boot Werft, eine Flugzeugwerft sowie Elektronik- und Maschinenbauindustrie angesiedelt. Die Stadt wird als Russlands Architektur-Mekka gehandelt. Nischni Nowgorod trug über 60 Jahre lang den Namen des berühmten Schriftstellers. Nach der politischen Wende 1991 wurde Gorki wieder auf den alten Namen Nischni Nowgorod zurückgetauft. Ein weiterer berühmter Sohn der Stadt ist der Friedensnobelpreisträger Andrej Sacharow. Auch er stammt aus Nischni Nowgorod.




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