14. Jänner 2008 17:30

Rezession 

Börsen extrem nervös

Die Märkte kommen nicht zur Ruhe. Wenn die großen US-Banken ab heute ihre Bilanzen veröffentlichen, drohen neuerliche Kurs-Turbulenzen.

Börsen extrem nervös
© Reuters

Während sich am Montag Europas Börsen vom Start weg positiv entwickelten, fuhr der Wiener Aktienmarkt Hochschaubahn. Schlussendlich konnte der ATX seine starken Verluste vom Vormittag im Handelsverlauf wieder wettmachen und ins Plus drehen.

Wien unter Druck
Unter dem Strich fiel der Leitindex ATX seit seinem historischen Höchststand im Juli 2007 allerdings bereits um 16 Prozent. "Die Wiener Börse sticht negativ heraus. Der Markt befindet sich in einem Abwärtssog", erklärt ein Händler. Der Grund ist die Konzentration der Investoren auf liquide und konjunkturunabhängige Werte und diese sind in Wien Mangelware. "Die großen Fonds trennen sich derzeit von kleineren Werten, auch wenn die fundamentalen Daten gut sind", so ein Marktteilnehmer.

Citigroup zieht Bilanz
Und auch in den nächsten Tagen wird sich keine Trendwende anbahnen. Die Angst vor einer Rezession in den USA wächst, zudem werden diese Woche die Ergebnisse der großen US-Banken bekannt gegeben. Bereits heute veröffentlicht die Citi­group ihre Zahlen. Ein Umstand, der die Börsianer in Unruhe versetzt, denn sie erwarten in Folge der US-Hypothekenkrise massive Verluste.

Gold steigt weiter
Im Gegenzug entdecken immer mehr Anleger Gold als sicheren Hafen. Der Goldpreis setzte auch gestern seine Rekordjagd fort und stieg zeitweise auf über 912 Dollar. "Wir sind mitten im Goldrausch", so UniCredit-Experte Jochen Hitzfeld.

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