21. Jänner 2007 16:24

ÖSTERREICH exklusiv 

Bösendorfer plant 2008 Break Even

Nach Jahren rückläufiger Umsätze hat das 1828 gegründete Unternehmen Bösendorfer 2006 eine erste Trendwende geschafft.

Bösendorfer plant 2008 Break Even
© APA/HARALD SCHNEIDER

Dank weltweiter Marketing-Aktivitäten stieg der Umsatz um zehn Prozent auf rund 14 Millionen Euro. Der Verlust wurde um ein Viertel – von 1,8 auf rund 1,4 Millionen Euro – reduziert, erklärt Bösendorfer-Geschäftsführer Alfred Zellinger im Gespräch mit ÖSTERREICH.

429 Flügel pro Jahr
Break Even 2008. Auch ohne weitere Investitionen soll Bösendorfer 2008 mit einer Produktion von dann 420 Flügeln den Break Even erreichen. Die geplante Produktionssteigerung beträgt rund 50 Stück pro Jahr. 2006 wurden 321 Flügel hergestellt, 2007 sollen es 372 werden. Hinzu kommen Pianinos und Lautsprecher.

Bösendorfer-Verkauf verschoben
Auch der Verkauf von Bösendorfer, der im Vorjahr schon ausgemachte Sache war, ist zumindest verschoben. Der neue Bawag-Eigentümer, der US-Fonds Cerberus, hat dieses Vorhaben jetzt einmal auf Eis gelegt. Cerberus-Chef John Snow liegt das Unternehmen offenbar am Herzen. Bei seinem Wien-Besuch vor einer Woche gab er einen Empfang bei Bösendorfer. Seiner Frau, die Klavier spielt, will er einen Flügel aus Wien schenken.

Neue High-Techprodukte
Darüber hinaus stehen von Bösendorfer neu entwickelte Produkte am Plan: der Computerflügel CEUS, der die Handbewegungen von Pianisten aufzeichnet und die Stücke exakt nachspielt, und das erste Bösendorfer-Keyboard – das weltweit einzige mit Konzertflügelmechanik. Es hat denselben Anschlag und Ausdruck wie ein Bösendorfer-Flügel.




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