05. Oktober 2009 13:58

Buwog-Affäre 

Hochegger verlässt eigene Firma

Die Wirren um die Privatisierung der Bundeswohnungen 2004 haben ein schlechtes Licht auf die Lobbying-Agentur geworfen.

Hochegger verlässt eigene Firma
© APA

Die PR-Agenturgruppe Hochegger zieht einen Schlussstrich unter die Vergangenheit. Der in die Buwog-Affäre verwickelte PR-Berater Peter Hochegger (60) gibt mit sofortiger Wirkung alle Funktionen auf und geht auch als Miteigentümer der Agenturen. Die Gruppe selbst erhält demnächst einen neuen Namen. Die aus dem Management kommenden Eigentümer haben Gespräche über den Einstieg weiterer Partner begonnen.

Manager übernehmen
Das Management von Hochegger Com, Hochegger Financials und der Hochegger CEE-Holding übernimmt die Mehrheit der Gesellschaftsanteile und übt die völlige Kontrolle über die Agenturgruppe aus. Der dem Gesellschafterwechsel folgende Namenswechsel werde in den nächsten Wochen bekanntgegeben.

Neustart vorgenommen
An der Spitze der Kommunikations-Beratungsgruppe stehen nun auf Eigentümerseite Dietmar Trummer, Mick Stempel, Severin Heinisch, Beatrix Skias, Martin Kratky und Roland Mayrl. Den Kunden garantiert man den vollen Einsatz des Teams.

In Österreich betreibt die Agenturgruppe mit rund 50 Mitarbeitern zwei PR-Agenturen, in Südosteuropa verfügt man über sechs eigene Standorte und ein Partnernetzwerk.

Die Lobbyisten Peter Hochegger und Ex-FPÖ-Politiker Walter Meischberger haben kürzlich Selbstanzeige erstattet, weil sie im Zuge des Buwog-Verkaufs an sie geflossene Beraterhonorare von 7,688 Mio. Euro (80 Prozent) für Meischberger und 1,922 Mio. Euro für Hochegger (20 Prozent) weder einkommens- noch umsatzversteuert haben.




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