21. April 2009 16:54

BAWAG-Investor 

Cerberus greift nach Opel

Offenbar steht BAWAG-Investor Cerberus vor einem Opel-Einstieg. Mit bis zu 25 Prozent will sich der US-Gigant offenbar an dem deutschen Autobauer beteiligen.

Cerberus greift nach Opel
© dpa

Der US-Finanzinvestor Cerberus plant nach einem Bericht der "Rheinischen Post", sich an einem künftigen Opel-Konzern zu beteiligen. Wie die Zeitung unter Berufung auf deutsche Regierungskreise weiter berichtete, soll ein Einstieg von bis zu 25 Prozent im Gespräch sein.

An BAWAG beteiligt
Cerberus Capital Management ist auch an dem gefährdeten US-Autobauer Chrysler beteiligt. In Österreich besitzt Cerberus die BAWAG P.S.K., die gerade um eine Kapitalstärkung mit Staatsunterstützung verhandelt.

Nach Angaben der "Rheinischen Post" soll auch der italienische Autokonzern Fiat einen Einstieg bei Opel erwägen, sollte es eine europäische Lösung geben. Den Kontakt dazu habe der Unternehmensberater Roland Berger hergestellt. Berger sitzt im Verwaltungsrat von Fiat. Der Unternehmensberater berät den Opel-Mutterkonzern General Motors bei der Suche nach einem Investor für Opel.

Unterdessen meldete "Spiegel Online", die Gespräche über den Verkauf von Opel-Anteilen seien weiter gediehen als bislang bekannt. In spätestens sechs Wochen solle feststehen, wer neuer Großaktionäre bei dem Traditionsunternehmen werde. GM hat sich bereit erklärt, seine Position als alleiniger Eigner von Opel aufzugeben und sich nötigenfalls auch auf eine Minderheitsbeteiligung zurückzuziehen.

Weitere Milliarden für General Motors
Die US-Regierung stellt dem ums Überleben kämpfenden Opel-Mutterkonzern General Motors noch einmal bis zu fünf Mrd. Dollar (3,87 Mrd. Euro) zur Verfügung. Das geht aus einem am Dienstag veröffentlichten Bericht einer Regierungsbehörde hervor. Auch der ebenfalls schwer angeschlagene Autobauer Chrysler kann demnach weiteres Geld erhalten, nämlich bis zu 500 Mio. Dollar.

GM hat bereits staatliche Kredite in einer Höhe von 13,4 Mrd. Dollar bekommen, Chrysler 4 Mrd. Dollar. Die US-Regierung hat die Sanierungspläne der beiden Konzerne abgelehnt. GM hat bis zum 1. Juni Zeit, seine Restrukturierung abzuschließen, sonst müsste das Unternehmen Antrag auf Gläubigerschutz stellen. Chrysler hat nur noch eine Frist bis Ende dieses Monats.




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