19. Juni 2008 13:31

Management-Studie 

Chefs verdienen um 3,7% mehr als im Vorjahr

Die Großverdiener können ein Plus verzeichnen. Wieviel sie bekommen, hängt auch von der Unternehmensgröße und dem Standort ab.

Chefs verdienen um 3,7% mehr als im Vorjahr
© sxc

Die Grundgehälter in den heimischen Chefetagen sind im März im Vergleich zum Vorjahr um 3,7 Prozent gestiegen, das ergibt eine Studie der Managementberatung Kienbaum. Auf der zweiten Leitungsebene verdienten Führungskräfte drei Prozent mehr, auf Ebene drei 3,2 Prozent. Damit bleiben die Steigerungsraten etwa auf Vorjahresniveau.

Großverdiener im Plus
Im Durchschnitt verdient ein Geschäftsführer (erste Ebene) in Österreich 271.000 Euro, Führungskräfte der zweiten Ebene kommen auf Gesamtbezüge in Höhe von 141.000 Euro und ihre Kollegen auf Ebene drei beziehen drei 94.000 Euro. Die Spannbreite der Bezüge ist dabei außerordentlich groß: So verdient ein Geschäftsführer auf der ersten Ebene zwischen 95.000 und über 1,3 Millionen Euro. Auf der zweiten Ebene reicht die Spanne von gut 40.000 bis über 415.000 Euro, auf Ebene drei von 30.000 bis 255.000 Euro.

Betriebsgröße ausschlaggebend
Die Studie zeigt einen starken Zusammenhang zwischen Unternehmensgröße und Gehalt: Während beispielsweise ein Manager der ersten Ebene in einem Unternehmen mit weniger als 50 Mitarbeitern insgesamt rund 200.000 Euro verdient, kommt sein Kollege in einem Unternehmen mit über 1.000 Mitarbeitern auf Gesamtbezüge in Höhe von 380.000 Euro.

Konzerne spendabler
Einen erheblichen Unterschied macht es, ob ein Unternehmen einem Konzern angehört oder nicht. In einem Unternehmen mit Konzernzugehörigkeit verdient eine Führungskraft der ersten Ebene mit durchschnittlich 301.000 Euro erheblich besser als in einem unabhängigen Unternehmen (188.000 Euro).

Standort auch entscheidend
Daneben gibt es relativ deutliche regionale Einflüsse auf die Höhe der Gesamtbezüge: Vor allem in den Ballungszentren Wien, Linz, Salzburg und Graz verdienen Führungskräfte besonders gut. In Tirol, dem Burgenland und in Kärnten müssen sie sich mit teilweise deutlich geringeren Bezügen zufrieden geben.




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