13. November 2008 15:59

Bankenhilfspaket 

Clearingbank nimmt Geschäftstätigkeit auf

Die als Teil des staatlichen Bankenhilfspakets gegründete Clearingbank nimmt am Freitag die Geschäftstätigkeit auf.

Clearingbank nimmt Geschäftstätigkeit auf

Die Spezialbank soll die kurzfristigen Geschäfte zwischen den österreichischen Banken wieder ankurbeln und den Liquiditätsausgleich am heimischen Geldmarkt verbessern. Gegenüber den ursprünglichen Plänen hat es einige Änderungen gegeben.

180 Mio. Euro an Eigenmitteln
Die OeCAG verfügt über Eigenmittel in der Höhe von 180 Mio. Euro, die von den großen österreichischen Kreditinstituten aufgebracht wurden. Gründungsbanken bzw. Eigentümer der OeCAG sind Raiffeisen Zentralbank (RZB), UniCredit Bank Austria, Erste Group Bank, Hypo-Banken Holding, Österreichische Volksbanken AG, BAWAG PSK und 3-Banken Beteiligung GmbH.

Weiters verfügt die OeCAG über ein genehmigtes Kapital von 80 Mio. Euro, das insbesondere Unternehmen der Versicherungswirtschaft eine Beteiligung an der Bank ermöglichen soll.

Österreich haftet bis zu 4 Mrd. Euro
Die OeCAG kann mit den verfügbaren Eigenmitteln zunächst ein maximales Geschäftsvolumen von 10 Mrd. Euro darstellen. Die Republik Österreich (Bund) übernimmt Haftungen bis zu 4 Mrd. Euro für Ausleihungen der Clearingbank. Zunächst waren dafür Haftungen des Bundes über 2 Mrd. Euro geplant. Darüber hinaus beabsichtigt die Bank kurzfristige Emissionen (Commercial Papers) im Volumen bis zu 5 Mrd. Euro mit Bundeshaftung zu begeben.

Eigene Banklizenz
Die Oesterreichische Clearingbank AG (OeCAG) ist eine Spezialbank mit einer eigenen Banklizenz. Ihre Geschäfte werden durch die Oesterreichische Kontrollbank (OeKB) gemäß Geschäftsbesorgungsvertrag abgewickelt.

Vorstände der Clearingbank werden Johann Kernbauer von der Bank Austria und Peter Nowak von der Erste Group. Zum Vorsitzenden des Aufsichtsrates wurde Johann Strobl (RZB) bestellt. Die weiteren Aufsichtsräte sind Manfred Kunert (Österreichische Volksbanken), Bernhard Spalt (Erste Group), Peter Harold (Hypo-Banken), Heinz Meidlinger (Bank Austria) und Carsten Samusch (BAWAG PSK). Zwei weitere Aufsichtsräte können noch von der Republik Österreich nominiert werden.




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