24. März 2009 15:04

Zum zweiten Mal 

Damenwäschehersteller Sariana insolvent

Nach der Insolvent 2007 wurde der Betrieb noch gerettet. Grund für die neuerlichen Probleme ist der schrumpfende Absatzmarkt.

Damenwäschehersteller Sariana insolvent

Über das Vermögen des Damenwäscheproduzenten Sariana Fashion GmbH mit Sitz im oststeirischen Hainersdorf (Bezirk Fürstenfeld) ist am Landesgericht Graz das Konkursverfahren eröffnet worden. Die Firma wurde im Herbst 2007 als Auffanggesellschaft für die insolvente Sariana GmbH gegründet. Wie die Kreditschützer am Dienstag mitteilten, sind 65 Dienstnehmer beschäftigt. Für die Fortführung der Geschäfte sind rund 1,5 Mio. Euro notwendig.

Bereits im Oktober 2007 insolvent
Die auf große Körbchengrößen spezialisierte Sariana GmbH wurde bereits im Oktober 2007 insolvent und war damals mit knapp 5 Mio. Euro überschuldet. Die Steirische Umstrukturierungsgesellschaft (STUG) rettete das Unternehmen in Form eines sogenannten "Asset Deals": Wesentliche Vermögensbestandteile aus der Konkursmasse wurden von der neu gegründeten Auffanggesellschaft Sariana Fashion übernommen. Die Landesregierung genehmigte einen Finanzmittelrahmen von 3 Mio. Euro. Im Gegenzug für die Hilfe übersiedelte das Headquarter von Wien und aus der Schweiz ins oststeirische Hainersdorf.

Im März 2008 übernahm ein Konsortium mit der früheren Palmers-Chefin Astrid Leyrer und dem auf Restrukturierung von mittelständischen Unternehmen spezialisierten Beteiligungsfonds Recap das Unternehmen. Die Restrukturierung, in deren Rahmen die Produktion teilweise von Rumänien und der Slowakei nach China verlagert wurde, sollte bis Mitte 2009 umgesetzt sein.

Absatzmarkt schrumpft
Grund für die nunmehrige Insolvenz sei das Schrumpfen des Absatzmarkts bedingt durch die Wirtschaftskrise. Zur Sicherung der Liquidität seien rund 1,5 Mio. Euro notwendig, Verhandlungen mit Partnern und der öffentlichen Hand sind aber gescheitert. Für das laufende Geschäftsjahr (bis 30. Juni 2009) wird mit einem Verlust von rund 700.000 Euro kalkuliert.

Die genaue Höhe der Verbindlichkeiten muss laut Kreditschützern noch eruiert werden. Aufgrund der letzten Bilanz sei von mehr als 4 Mio. Euro auszugehen, so der AKV. Zum Masseverwalter wurde der Grazer Rechtsanwalt Candidus Cortolezis bestellt. Ob und wie das Unternehmen weitergeführt werden kann, sei derzeit noch nicht klar.




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