17. August 2008 20:15

Ihr Einkommen 

Der große ÖSTERREICH-Gehaltscheck

Der große ÖSTERREICH-Gehalts-Check zeigt Ihnen, wie hoch Ihr durchschnittliches Monatseinkommen sein sollte.

Der große ÖSTERREICH-Gehaltscheck
© Getty Images

Die Teuerung – im Juli liegt die Inflation bei 3,8 Prozent – lässt am Monatsende kaum etwas vom Einkommen übrig. In wenigen Wochen startet eine der aggressivsten Herbstlohnrunden aller Zeiten. Doch auch persönlich lässt sich in Verhandlungen mit dem Personalchef einiges herausholen. Als Argumentationshilfe bietet ÖSTERREICH einen individuellen Gehaltscheck. Damit kann überprüft werden, ob das persönliche Monatsgehalt dem Durchschnittseinkommen entspricht und in welchem Rahmen Verhandlungen möglich sind.

Viele Faktoren
Das persönliche Einkommen ist von vielen Faktoren abhängig, von Bildung bis Bundesland und immer auch noch vom Geschlecht. Als seriöse Ausgangsbasis finden Sie in den Tabellen die monat­lichen Brutto-Einstiegsgehälter laut Arbeitsmarktservice.

Hier geht es zum Gehaltsrechner für alle Berufe.

Hier finden Sie die ÖSTERREICH-Liste der wichtigsten Berufe.

Und so setzt sich ihr Brutto-Monatsgehalt letztlich zusammen:

Frauen-Nachteil
Frauen verdienen in Österreich im Schnitt um ein Drittel weniger, nämlich 1.657 Euro brutto statt 2.473 Euro wie Männer.

Das liegt vor allem an unterschiedlichen Branchen und der vermehrten Teilzeit – aber auch für identische Tätigkeiten wird immer wieder deutlich weniger bezahlt. Der ÖSTERREICH-Faktor berücksichtigt das mit fünf Prozent.

Wien-Vorteil
In den einzelnen Bundesländern ist der Verdienst höchst unterschiedlich. Wien und Vorarlberg schneiden am besten ab, Kärnten und das Burgenland hinken dem Lohn­niveau hinterher.

Ausnahmen von dieser Regel sind Beamte und auch Apotheker, die dank einer speziellen Gehaltskassa den Verdienst gleich halten und auch für Jüngere ein überdurchschnittliches Einstiegsgehalt von 3.105 Euro Brutto pro Monat anbieten. Freilich gibt es auch bei ­anderen Berufsgruppen Schwankungen innerhalb einer gewissen Bandbreite: So zahlen etwa speziell Tourismusregionen mehr als entlegenere Gebiete, größere Firmen meist besser als kleinere.

Die Jahre zählen
Vor allem die Berufsjahre fetten das meist karge Anfangsgehalt kräftig auf. Gehaltsexperte Conrad Pramböck vom Personalberater Neumann International erläutert im Gespräch mit ÖSTERREICH: „In den ersten 15 bis 20 Jahren steigt das Gehalt pro Jahr zwischen drei und sieben Prozent, nach 20 Jahren meist nur mehr um drei bis vier Prozent.“

Der Faktor für Ihre Gehaltsberechnung berücksichtigt die mittlere Annahme von fünf Prozent Gehaltsplus in den ersten 20 Jahren, danach drei Prozent jährlich. Eine Inflation von zwei Prozent (im langfristigen Jahresschnitt) ist ebenfalls berücksichtigt.




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