19. Februar 2008 18:37

Exklusiv 

Der neue Wiener City-Tycoon

Austro-Inder kauft Reiss-Bar, Bawag-Café und Kulinarium

Der neue Wiener City-Tycoon
© (c)EPA

Die bekannte Reiss-Bar in der Wiener City steht vor dem Verkauf. „Wir verhandeln mit mehreren Interessenten“, sagt Eigentümerin Michaela Schimanko, Tochter des verstorbenen Nachtklub-Königs Heinz Werner Schimanko.

Wie ÖSTERREICH erfuhr, ist der Käufer so gut wie fix: Rakesh Sardana, größter Kaufmann am Wiener Flughafen und Eigentümer eines blühenden Handelsreiches in der Wiener Innenstadt.

Sardana verweist auf laufende Gespräche und meint nur: „Ich habe großen Respekt vor den Ikonen der österreichischen Wirtschaft.“

In sein buntes Portfolio klingender Firmennamen wird seine neue Errungenschaft allemal passen: Am Airport betreibt er 25 Geschäfte etwa der Marken Swatch, Puma, Geox oder Salvatore Ferragamo. Er ist auch Eigner des Caviar House, der Souvenirkette Mostly Mozart sowie einiger Swarovski- und B&O-Läden.

Gastro-Gruppe
In der Kärntner Straße hat sich der 54-Jährige das Asien-Restaurant Lucky Chinese zugelegt. Wie er ÖSTERREICH bestätigte, hat er nun auch vom Tricaffé-Erfinder Reinhard Reitermayer das Kulinarium am Neuen Markt übernommen und das Bawag-Café (Tuchlauben) erworben.

Jede Menge Luxus
Mit seinen Expansionsschritten vor allem im Luxus-Segment ist Sardana unversehens größter Wiener Innenstadt-Kaufmann geworden.

Zu seinem traditionellen Handels-Portfolio kamen Zug um Zug Geschäfte wie der Handschuhladen Sermonetta, das Günstig-Luxusgeschäft Bijoux Terner oder ein Nike- und Puma-Shop, den Sardana rechtszeitig vor der Fußball-EM als Fan-Laden positioniert hat. Am Neuen Markt eröffnet er bald einen Tumi-Laden mit exklusivem Reisegepäck. Auch international ist er im Handel gelandet – mit Geschäften am New Yorker JFK-Airport und am Bostoner Flughafen.

Und wie lautet das Erfolgsgeheimnis eines Selfmade-Mannes, der einst Seidenschals im Bauchladen feilbot und das „extrem lustig“ fand? „Immer in Bodenkontakt bleiben, nie so hoch steigen, dass ein Absturz nicht zu überleben wäre.“




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