01. Oktober 2009 20:30

Endlich! 

Die Krise ist vorbei

Aufatmen rund um den Globus: Schon im kommenden Jahr soll die Wirtschaft wieder wachsen. Auch in Österreich.

Die Krise ist vorbei
© Getty/ Stockbyte

Endlich kommt der Aufschwung: Der Internationale Währungsfonds (IWF) korrigierte seine Wachstumsprognose nach oben: Heuer soll die Weltwirtschaft zwar noch um 1,1 Prozent schrumpfen, schon im kommenden Jahr aber wieder um satte 3,1 Prozentpunkte wachsen. Für Österreich wird immerhin ein Plus von 0,3 Prozent erwartet.

Prognose wurde deutlich nach oben korrigiert
Erst im Juli waren die Wissenschaftler noch wesentlich pessimistischer: Hier rechnete der IWF noch mit einem weltweiten Rückgang der Wirtschaftsleistung im Jahr 2009 um 1,4 Prozent, im kommenden Jahr nur mit einer mageren Steigerung von 2,5 Prozent.

Umso größer war jetzt der Jubel und die Tatsache: Das schlimmste der Krise dürfte bereits jetzt überstanden sein. Auch Finanzminister Josef Pröll (ÖVP) gab sich im Gespräch mit ÖSTERREICH erstmals wieder optimistisch: „Das ist ein erstes zartes Anzeichen, dass es zu einer Erholung der Konjunktur kommt.“

Konjunkturprogramme bringen Entlastung
Experten sind sich derweil einig: Die milliardenschweren Konjunkturpakete der großen Industrienationen haben den wirtschaftlichen Abwärtstrend in letzter Sekunde gestoppt. Laut IHS-Angaben wurden allein in Österreich durch die zwei großen Maßnahmenpakete 9,84 Milliarden Euro in die heimische Wirtschaft investiert. Das dürfte sich jetzt ausgezahlt haben. „Dafür muss man der österreichischen Regierung schon ein positives Zeugnis ausstellen“, findet auch Altbundeskanzler Franz Vranitzky.

Klar ist aber auch: Selbst wenn die Talsohle der Krise überschritten ist, völlige Entwarnung kann noch nicht gegeben werden. Denn: Durch Nachzieh­effekte bleibt die Lage auf dem Arbeitsmarkt vorerst weiter angespannt.

BIP-Wachstum im Jahr 2010

Länder

Apirl 2009

Okt. 2009

1.

Weltweit

+1,9 %

+3,1 %

2.

Kanada

+1,2 %

+2,1 %

3.

Japan

+0,5 %

+1,7 %

4.

USA

+0,0 %

+1,5 %

5.

Frankreich

+0,4 %

+0,9 %

6.

Schweiz

-0,3 %

+0,5 %

7.

Europa

-0,4 %

+0,3 %

8.

Deutschland

-1,0 %

+0,3 %

9.

Österreich

+0,2 %

+0,3 %

10.

Italien

-0,4 %

+0,2 %

10.

Schweiz

-0,3 %

+0,5 %




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