14. Juni 2008 20:31

Spritpreise 

Diesel schon bis 1,569 Euro

Zum Wochenende wurden Benzin und Diesel wieder teurer. Erstmals mit Folgen: In Österreich wird weniger getankt.

Diesel schon bis 1,569 Euro

Die beispiellose Rekordjagd bei den Spritpreisen sorgt in ganz Europa für immer lautere Proteste der Autofahrer. In Deutschland, wo Treibstoffe sogar noch teurer als in Österreich sind, wirkt sich das auch schon auf die Umsätze der Tankstellen aus. Im Mai sank bei den Nachbarn der Absatz für Benzin um 7,7 und der für Diesel um 3,4 Prozent.

Petition unterschreiben: Runter mit den Spritpreisen.

EURO dämpft Einbruch
In Österreich erreichten die Preise erst zum Wochenende einen neuen Rekordstand. Diesel kostete erstmals bis zu 1,569 Euro (in alter Währung 21,50 Schilling). Das hat nun Folgen. „Die Österreicher tanken viel weniger“, ergab ein ÖSTERREICH-Rundruf etwa bei der Autobahntankstelle Ansfelden (OÖ). Zum Glück seien wegen der ­EURO viele Ausländer im Land, und vor allem für die Deutschen seien unsere Preise noch vergleichsweise günstig.

Bei den Minerakölkonzernen gibt man sich betont gelassen. Es sei zwar eine Stagnation beim Spritabsatz bemerkbar, ein signifikanter Einbruch sei aber nicht festzustellen, so OMV-Sprecher Thomas Huemer. BP-Chef Manfred Kilian meint, dass die Österreicher zwar noch genauso oft an die Zapfsäule kommen, aber weniger in den Tank füllen würden. In Summe ergibt das auch weniger Absatz.

Verzerrt ist das Bild nicht nur durch den Ansturm der EM-Touristen. Lkw-Fahrer aus Deutschland und Italien würden vorwiegend in Österreich tanken, analysiert ARBÖ-Sprecherin Lydia Ninz. „Bei den Privatautos ist mit einem Nachfrageeinbruch wie in Deutschland jedenfalls nach der EM zu rechnen.“

Droht neue Preiserhöhung?
Der nächste Preisanstieg steht womöglich bevor. Denn nach der „EURO-Erhöhung“ droht zum Start der Ferienzeit der alljährliche „Urlaubs-Anstieg“ bei den Spritpreisen. OMV-Sprecher Huemer warnt: „Ausschließen kann man in der derzeitigen Situation gar nichts. Wenn der Bedarf steigt, bewegen sich meist die Preise nach oben.“ Die Gegenmittel: Öffis und Fahrrad.




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