11. Februar 2008 18:16

Hohe Erwartungen 

EM sorgt für wahren Tourismus-Boom

Österreichs Touristiker rühren kräftig die Werbetrommel für die EURO 08. Wien wird am stärksten vom Ansturm der Gäste profitieren.

EM sorgt für wahren Tourismus-Boom
© APA/Harald Schneider

Der rot-weiß-rote Anpfiff für die Fußball-Europameisterschaft erfolgt in Russland: 116 Tage vor dem Sportevent beginnt die Österreich Werbung (ÖW) heute in Moskau ihren Werbefeldzug. Dieser führt bis 28. Februar durch neun europäische Städte (außer Moskau sind es London, Amsterdam, Paris, München, Mailand, Madrid, Prag und Stockholm). „Wir wollen der Reiseindustrie, den Medien und der Wirtschaft das Urlaubsland Österreich näherbringen“, erklärt ÖW-Chefin Petra Stolba.

15.000 mehr Russen
Dass der Startschuss ausgerechnet in Moskau fällt kommt nicht von ungefähr, zählen doch russische Touristen zu den kaufkräftigsten Gästen. „Durch Russlands Qualifikation für die EURO 08 rechnen wir allein im Juni mit 15.000 zusätzlichen russischen Gästen“, so Emanuel Lehner, Leiter der ÖW Moskau. Die 5-Sterne Herbergen sind in den drei Juni-Wochen bereits jetzt so gut wie ausgebucht. Zum Vergleich: Im Juni des Vorjahres wurden österreichweit 10.034 Ankünfte und 26.696 Übernachtungen russischer Gäste gezählt.

Sattes Umsatzplus
Geht es nach dem Institut für Sportökonomie (SpEA) wird die EURO 08 (7. bis 29. Juni) mit einer durchschnittlichen Verweildauer von 9,2 Tagen je Tourist und mit insgesamt knapp einer Million an zusätzlichen Nächtigungen zu Buche schlagen. Insgesamt rechnet das SpEA mit einer zusätzlichen Wertschöpfung von 196 Millionen Euro.

Am meisten vom Fußball-Fieber profitieren wird Wien mit mehr als einer halbe Million Nächtigungen. Die zweite Hälfte entfällt zu etwa je einem Drittel auf die weiteren Austragungsorte Klagenfurt, Salzburg und Innsbruck.

Von den 550.000 erwarteten Stadien-Besuchern sollen 400.000 aus dem Ausland kommen und nicht nur der Hotellerie Umsätze bescheren. Von den prognostizierten 128 Euro Urlaubsbudget pro Tag und ausländischem Gast werden auch Handel und Gastronomie profitieren. Allein zehn Millionen Euro geben die Gäste für Nahrungsmittel und Getränke aus.




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