20. November 2007 17:30

Nach Preisabsprachen 

EU verdonnert Sony zu 47 Mio. Euro-Strafe

Neben Sony sind auch über Fujifilm und Hitachi Maxell Strafen wegen Preisabsprachen verhängt worden.

EU verdonnert Sony zu 47 Mio. Euro-Strafe

Die Europäische Kommission hat gegen Sony und zwei andere Videoband-Hersteller aus Japan eine Strafe von insgesamt 75 Mio. Euro wegen Preisabsprachen verhängt. Sony, Fujifilm und Hitachi Maxell haben demnach von 1999 bis 2002 wiederholt in Kontakt zu illegalen Absprachen gestanden.

Sony zahlt am meisten
Die Geldstrafe für Sony ist um 30 Prozent auf 47 Mio. Euro angehoben worden, weil der Konzern Untersuchungen behindert hat, so begründeten die EU-Wettbewerbshüter die Höhe der Strafe. Ein Mitarbeiter von Sony soll während einer Razzia Dokumente geschreddert haben.

Dagegen sind die Strafen für Hitachi um 20 Prozent auf 14,4 Mio. Euro und für Fujifilm um 40 Prozent auf 13,2 Mio. Euro gesenkt worden, weil sie kooperiert haben.

Konkurrenzprodukt Betacam
Bei dem Kartell ging es um die beiden damals populärsten Videofilm-Formate für professionelle Anwender: Betacam SP und Digital Betacam. Mit den Bändern wurden 2001 in der EU und anderen Ländern Europas 115 Mio. Euro umgesetzt.

In dem Verfahren wandte die EU erstmals neue Richtlinien an, die generell höhere Strafen als bisher gegen Firmen vorsehen, die Preise abgesprochen oder Märkte untereinander aufgeteilt haben.




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