07. April 2008 14:24

BAWAG Prozess 

Elsner fühlt sich wie beim Jüngsten Gericht

Elsner kommt sich vor, wie beim "Jüngsten Gericht". Plus: So bekam Flöttls Firma den Namen "Loss Capital".

Elsner fühlt sich wie beim Jüngsten Gericht
© APA

Für Schmunzeln im Gerichtssaal sorgte Montag Vormittag im BAWAG-Prozess Ex-BAWAG-Chef Helmut Elsner, als der Staatsanwalt mit lauter Stimme seine Stellungnahmen zu den Fragen des Anwalts von Elsner an den Gutachter Fritz Kleiner vortrug. "Entschuldigen Sie Frau Rat, können Sie den Staatsanwalt ersuchen leiser zu schreien, ich komm' mir hier vor wie beim Jüngsten Gericht", so der Angeklagte. Elsner sitzt auf der Anklagebank gleich vor dem Staatsanwalt.

"Loss Capital" statt "Ross Capital"
Amüsantes auch am Rande der Milliardenverluste: Als Staatsanwalt Georg Krakow vom Angeklagten Wolfgang Flöttl wissen wollte, warum seine Firma eigentlich "Ross Capital" hieß, antwortete dieser: "Wir haben den Namen nach dem Klang gewählt". Das habe sich aber als Nachteil erwiesen, erläuterte Flöttl: In Japan konnten die Leute nämlich das "R" nicht aussprechen, "sie sagten Loss Capital statt Ross Capital", erzählte der Spekulant. Für eine Finanzfirma ist der Name "Loss Capital" ("loss of capital" - Verlust des Kapitals) natürlich kein Renommee.




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