03. Februar 2007 11:36

Siemens-Affäre 

Ex-Manager stellte sich den Behörden

Im Zusammenhang mit der Korruptionsaffäre bei Siemens hat sich nach Informationen des deutschen Nachrichtenmagazins "Focus" ein ehemaliger Manager des Elektrokonzerns der deutschen Justiz gestellt.

Ex-Manager stellte sich den Behörden
© (c) AP

Der 43-Jährige, der sich in Argentinien aufgehalten habe, sei per internationalem Haftbefehl zur Fahndung ausgeschrieben gewesen, berichtete das am Montag erscheinende Magazin am Samstag in einer Vorausmeldung ohne Quellenangaben.

Die Staatsanwaltschaft München wollte sich am Samstag nicht zu dem Bericht äußern. Siemens war für eine Stellungnahme nicht erreichbar. In dem "Focus"-Beitrag hieß es, der frühere Prokurist sei im November suspendiert worden.

In der Affäre sollen nach Medienberichten in den neunziger Jahren über 100 Mio. Euro durch Österreich geflossen sein. Die Transaktionen sollen über Konten in Innsbruck und Salzburg abgewickelt worden sein. Die Strafverfolger gehen dem Verdacht nach, dass die Mittel weltweit als Schmiergeld zur Anwerbung großer Aufträge eingesetzt wurden und gleichzeitig Siemens-Manager und frühere Mitarbeiter hohe Beträge veruntreut haben könnten. Die Gelder dürften allerdings nicht von Siemens Österreich, sondern aus dem deutschen Konzern stammen und auch nicht in Österreich geblieben, sondern in andere Länder weitergeleitet worden seien.




Posten Sie Ihre Meinung Neu anmelden Login |