18. November 2008 15:40

AvW-Affäre 

FMA zeigte Vermittler Hans Linz an

Der Verdacht lautet Betrug und Untreue. Auer von Welsbach soll am Mittwoch einvernommen werden.

FMA zeigte Vermittler Hans Linz an
© www.avw.at

In der Causa um den strauchelnden Kärntner Beteiligungskonzern AvW rund um den Investor Wolfgang Auer von Welsbach gibt es offenbar einen neuen Verdächtigen. Die Finanzmarktaufsicht (FMA) hat den Finanzberater und Vermittler von AvW-Genussscheinen Hans Linz wegen "behördlich zu ahndenden Sachverhalten" bei der Staatsanwaltschaft angezeigt, berichtete das "WirtschaftsBlatt". Der Verdacht soll in Richtung Betrug und Untreue gehen.

Konkurs
Außerdem haben geschädigte Anleger gegen Linz bei den Staatsanwaltschaften Leoben und Graz Anzeigen wegen des Verdachts auf schweren Betrug eingebracht. Nun muss die Hans Linz Finanzberatung GmbH (HLF) Konkurs anmelden. Es gilt die Unschuldsvermutung.

Linz weist Vorwürfe zurück
Linz soll u. a. Kundengelder nicht veranlagt haben. Der langjährige Präsident und Hauptsponsor des DSV Leoben wies die Vorwürfe zurück. Beide Anzeigen sind am Montag eingelangt.

Finanzmarktaufsicht stattete Besuch ab
Am Freitag habe die FMA der HLF einen Besuch abgestattet. Die Ermittler seien fast zwölf Stunden in der Firma gewesen und hätten "alles durchleuchtet". Auch über das Verhältnis von Linz zum AvW-Chef Wolfgang Auer von Welsbach sei gesprochen worden. Linz, auch langjähriger Präsident und Hauptsponsor des DSV Leoben, saß neun Jahre lang im Vorstand der AvW Invest. Nun besteht der Vorstand nur noch aus Auer von Welsbach und dessen Frau Maria.

Auer von Welsbach wird am Mittwoch einvernommen
Die Einvernahme von Auer von Welsbach ist für Mittwoch geplant. Der Gutachter Fritz Kleiner soll auch dabei sein. Der Grazer Wirtschaftsprüfer war bereits im BAWAG- sowie im Herberstein-Prozess als Sachverständiger tätig und ist derzeit Gutachter beim Hypo-Prozess.




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