15. Juli 2009 12:21

Übernahme-Poker 

FPÖ sieht AUA vor der Insolvenz

Wenn die Übernahme durch die Lufthansa nicht zustande kommt, wird so schnell kein anderer Käufer zu finden sein, glauben die Freiheitlichen. Vizekanzler Pröll glaubt weiter, dass der Deal klappt.

FPÖ sieht AUA vor der Insolvenz
© APA

"Wenn der Verkauf an die Lufthansa scheitert, dann wird eine drohende Insolvenz unweigerlich zum Thema werden", ist FPÖ-Luftfahrtsprecher Nobert Hofer überzeugt. Zum jetzigen Zeitpunkt sei kaum ein Käufer zu finden.

"Tatsache ist, dass die Republik Österreich noch so viel Geld zuschießen kann, es ändert nichts am Grundproblem der AUA: Wir haben eine kostenspielige Gehaltsstruktur, zu viele Mitarbeiter, eine Gemischtwarenflotte mit extrem hohen Basiskosten, Altlasten eines glücklosen Managements und aus der Einflußnahme völlig ahnungsloser Regierungspolitiker sowie drückende Schulden", rechnet Hofer vor.

AUA soll Billigairline gründen
"Die Versuchung wird groß sein, sich durch eine Insolvenz der Schulden und der Kollektivverträge zu entledigen", zu enormen volkswirtschaftlichen Kosten. Der Staat müsse die AUA entschulden, das Unternehmen um ein Drittel verkleinert werden, mit den Mitarbeitern ein Weg zu kostengünstiger Personalstruktur gefunden werden, die Flotte sei zu harmonisieren. Um der Billigkonkurrenz aus dem Ausland etwas entgegenzuhalten, müsste die AUA selber eine Billigairlinetochter gründen.

Pröll glaubt nicht an Aus
ÖVP-Finanzminister Josef Pröll hofft weiterhin, dass die Übernahme durch die Lufthansa klappt. Ob er als Finanzminister die von der ÖIAG geforderte Milliarde Euro nachschießen könnte, um den maroden Staatsflieger auch im Fall einer gescheiterten Übernahme zu retten, wollte er nicht sagen. "Ich gehe davon aus, dass die ÖIAG sich einen Plan B überlegt", so Pröll, "aber wir kämpfen für den Plan A."

Es gebe derzeit intensive Gespräche und er glaube nicht an ein Scheitern der Verhandlungen, so der Finanzminister. Die Regierung setze alles daran, dass der Verkauf über die Bühne gehen könne.




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